Es gibt heute zwei Weltreligionen, den Islam und das Christentum. Die Anhänger dieser Religionen haben, wie bekannt zwei heilige Bücher, welche sie als Wort des Erhabenen betrachten. Das heilige Buch des Christentums wird Evangelium genannt. Die Bibel dagegen besteht aus dem Alten Testament (Thora), dem Neuen Testament (Evangelien) und den hinzugefügten Broschüren. Das heilige Buch des Islams ist der heilige Koran.
Wir Moslems glauben an den heiligen Propheten Jesus, den die Christen vergötterten. Da er Prophet ist, ist es klar, dass ihm von ALLAH, dem Erhabenen, ein Buch geschickt wurde. Aus diesem Grund ist das heilige, originale Buch des Propheten Jesus, Friede sei mit ihm, unbezweifelt Wort des Erhabenen. Aber heute besteht dieses echte und originale Evangelium leider nicht mehr. Zur Zeit gibt es nur einige Teile im alten Buch, das die Christen in der Hand haben und Evangelium oder Bibel nennen. Das echte Evangelium war in hebräischer Sprache. Dieses heilige Buch wurde sehr bald von den, dem Christen feindlich gesinnten, Juden vernichet. Verschiedene verirrte Bibeln traten hervor. Diese Bücher wurden ins Griechische und Lateinische übersetzt, mit der Zeit wurden an ihnen viele Änderungen gemacht, viele Texte hingefügt, viele Evangelien wurden auf dieser Weise niedergeschrieben. Die meisten davon wurden verweigert und schließlich blieben die vier Evangelien von heute bestehen und bekamen ihre heutige Form und Gestalt.
Die Beweise dafür werden auf den folgenden Seiten Platz nehmen. Zum anderen setzen noch heute die Änderungen, Korrekturen und Erläuterungen der Bibel fort. Dagegen ist der heilige Koran seit seiner Offenbarung an den heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, bis heute unverändert erhalten geblieben.
Unsere diesbezüglichen Worte, ist nicht nur die Behauptung der Moslems. Ganz im Gegenteil begannen Wissenschaftler vom Westen die Evangelien von heute eingehend zu prüfen und bewiesen, dass sie nicht “Gottesworte” sind. Man darf nicht vergessen, dass wir in baldiger Zukunft ins 21. Jahrhundert eintreten. Wäre es denn möglich, dass Menschen zu dieser Zeit, wo sich die Wissenschaften und die Technik so hoch entwickelt haben und selbst die weniger entwickelten Länder Universitäten gründen, irgendein Dogma blindlings annehmen würden, indem sie sagten, sie hätten es von ihrem Vater so gehört, sie hätten überhaupt keine Ahnung von Gründen der Tatsache und ihre Lehrer hätten es ihnen so gesagt?
Die Jugend von heute geht jeder Sache auf den Grund und lehnt ein Ding, das ein vernünftiger Mensch nicht begreifen kann, sogleich ab. In der Türkei haben 1998 über eine Millionen Jugendliche an der Universitätsaufnahmeprüfung teilgenommen. Es ist bestimmt, dass diese Jugend, die über die neuen Wissenschaften verfügt, alles was hinsichtlich der Religion gesagt und gelehrt wird, aufs genauste untersucht.
Gerade aus diesem Grunde legen auch die Wissenschaftler vom Westen die Irrtümer der Bibel mit ihren eigenen Händen dar, wie es beim Lesen dieses Buches ersichtlich ist. Ebenso wollten wir auch den moslemischen Brudern diese grobe Differenz zwischen der Bibel und dem Koran wieder darlegen, indem wir von ihren Werken Nutzen ziehen.
Beim Verfassen dieses Kapitels haben wir von Houser, dem amerikanischen Verfasser religiöser Werke profitiert. Zudem haben wir das von Turmeda verfasste Buch Tuhfetü’l-Erib, welches die Fehler in der Bibel behandelt, geprüft. Anselmo Turmeda war ein berühmter spanischer Geistlicher, der sich 823 (1420 n. Chr.) zum Islam bekannte. Neben seinem Buch haben wir noch “Pearls of Bibel”, das Werk von S. Merran Mohiddin Sahib Ikbal aus Pakistan und die türkischen Erläuterungen über die Bibeln von “Diyaü’l-Kulüb” (Sie waren nicht imstande zu beantworten) von Ishak Efendi aus Harput (gest. 1309/1891) geprüft, der einer von den berühmten Professoren und ein Mitglied der Kommission im Kultusministerium war. Im persischen Buch Makamat-i Achyâr steht auf Seite 390 folgendes: “Der protestantinische Priester Fander war unter den Christen sehr berühmt. Die protestantinische Missionsgesellschaft schickte eine Delegation unter der Führerschaft von Fander nach Indien, damit sie das Christentum weiter verbreiten konnte. Am 11. Redscheb 1270 (1854) und im Monat Rebî’ul achir ließ sich diese Delegation mit Rachmatullah Effendi, der ein großer Gelehrter von Delhî war, auf eine wissenschafliche Diskussion ein. Nach langen Diskussionen konnte Fander und seine Helfer keine beachtenswerte Antwort geben. Vier Jahre später, als die englische Regierung Indien besetzte und die Moslems, besonders der Sultan und islamische Geistliche grausam gefoltert wurden, mußte Rachmatullah Effendi nach Mekka auswandern. Im Jahre 1295 (1878) kam diese Delegation nach Istanbul und begann, christliche Mission zu betreiben.
Hayrüddin Pascha, der Großwesir lut Rachmatullah Effendi nach Istanbul ein. Als die Missionare ihn sahen, erschracken sie, denn sie waren nicht imstande seine Fragen zu beantworten und konnten keinen anderen Ausweg finden, als Istanbul zu verlassen. Der Großwesir belohnte diesen großen islamischen Gelehrten reichlich. Er bat ihn, ein Buch darüber zu schreiben, wie er die christlichen Missionare widerlegte und ihrer Mission einen Schlag versetzte. Daraufhin schrieb er vom 16. Redscheb bis zum Ende des Monats Silhidschdsche ein arabisches Buch namens Ishâr ul-Hak nieder und fuhr später nach Mekka. Hayrüddin Pascha ließ dieses Werk ins Türkisch übersetzen und Beide (das arabische und türkische) drucken. Es wurde auch in europäische Sprachen übersetzt. Daraufhin erschienen in englischen Zeitungen solche Berichte: “Wenn dieses Buch verbreitet wird, dann schadet es dem Christentum sehr viel.” Sultan Abdülhamid Han, der Kalif der islamischen Welt, Friede sei mit ihm, lud ihn im Monat Ramadan 1304 noch einmal ein, empfing ihn in seinem Palast mit Ehre und Rücksicht. Rachmatullah Effendi starb im Ramadan 1308 (1890) in Mekka.
Außer all diesen Werken haben wir die vor 100 Jahren niedergeschriebene westliche Werke über den heiligen Koran untersucht. Und somit sind wir davon überzeugt, dass es sich durch diese Untersuchungen herausstellt, welches das Wort ALLAHs des Erhabenen ist. Auch ein hartnäckiger Mensch sollte sich durch ernsthafte Untersuchungen diese Feststellungen zu eigen machen, sich zu ihnen bekennen, auch wenn er Anhänger einer anderen Religion ist.
Dieser Kapitel wurde in zwei Teile eingeteilt. Im ersten Teil haben wir, wie oben erwähnt die wissenschaftlichen Untersuchungen über den heiligen Koran, die Thora und die Bibeln dargelegt.
Der zweite Teil des Kapitels beinhaltet die Wunder, Tugenden und Charaktereigenschaften des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm. Die diesbezüglichen Kenntnisse haben wir dem geschichtlichen Buch “Mir’at-ı Kâinat” (in türkischer Sprache) von Nischandschisade Muhammed Efendi, einem von den islamischen Gelehrten im Osmanischen Reich entnommen. Dieser Verfasser ist 1031 (1719) gestorben. Sein Werk ist 1269 [1853] in Istanbul gedruckt worden.
Wir wünschten, dass unsere lieben Leser auch dies lesen und daraus Nutzen ziehen werden. ALLAH, der Erhabene, möge uns auf Seinen richtigen Weg leiten und uns ermöglichen, auf diesem richtigen Wege standhaft zu sein. Amen.
Verfasst von islamischebucher