Die folgenden Schriften wurden dem Buch Mir’ât-ı Kâinât entnommen. Quellen, Literaturhinweise zu diesen Wundern, die in diesem Buch erwähnt wurden, zählen wir hier nicht einzeln auf. Der größe Teil der Wunder wurde von uns kurz zusammen gefaßt.
Es gibt eigentlich viele Zeugen, die den Menschen zeigen, dass Muhammed, Friede sei mit Ihm, ein wahrer Gesandter ist. ALLAH, der Erhabene, verkündet: “Wenn ICH dich nicht erschaffen hätte, hätte ICH gar nichts erschaffen.” Alle Wesen weisen auf die Existenz und Einheit des Erhabenen und auf das wahre Prophetentum von Muhammed, Friede sei mit Ihm, sowie auf seine Überlegenheit hin. Die Wundertaten von Heiligen in seiner Religionsgemeinde haben auch Kontakt mit seinen Wundern. Denn die Wundertaten erscheinen bei denjenigen, die sich ihm untertun und auf seine Worte folgen. Sogar zählen die Wunder der anderen Propheten, Friede sei mit Ihnen allen, zu den Wundern von Muhammed, Friede sei mit Ihm, da sie sein Angehöriger sein wollten, mit einem anderen Wort, sie alle aus seinem Licht erschaffen wurden. Unser Wort macht das Gedicht Kaside-i Bürde von Imâm al-Busairî[Muhammed Busairî gest. 695 [1295] in Ägypten.] deutlich. Die Wunder des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, wurden nach der Zeit ihrer Verwirklichung in drei Teile geteilt:
Die Ersten sind die Wunder, die sich von dem Zeitpunkt, wo sein heiliger Geist erschaffen wurde, bis zu der Zeit, in der ihm sein Prophetentum zuteil wurde geschahen.
Die Zweiten sind, die die von Seinem Prophetentum bis zu seinem Tod zustandekamen.
Die Dritten sind die Wunder, die von seinem Todesjahr bis zum Jünsgten Tag zustande kommen werden. Die ersten davon werden als Irchâs (Anfänge) bezeichnet.
Andererseits werden die Wunder von St. Muhammed, Friede sei mit Ihm, auch ferner in zwei Gruppen, die scheinbaren Wunder und die unscheinbaren Wunder, die nur durch Verstand zu begreifen sind, geteilt. All diese Wunder sind unzählig, so dass es unmöglich ist, sie auf eine bestimmte Anzahl zu beschränken. Die Wunder in zweitem Teil wurden als dreitausend mitgeteilt. Mit Sechsundachtzig bekannte davon werden wir sie nun bekannt machen:
1) Das größte Wunder des heiligen Propheten ist “der heilige Koran.” Alle Dichter, Schriftsteller, die bis zur Zeit gelebt haben, waren über die Verschlichtung und Bedeutung des heiligen Korans erstaunt und begeistert. Einen Vers, wie den im heiligen Koran konnte keiner zustandebringen. In Prägnanz der Ausdruckweise und Beredsamkeit hat der heilige Koran mit dem menschlichen Wort keine Ähnlichkeit, denn sobald man ein Wort aus einem Vers im heiligen Koran wegnimmt oder ein Wort hinzufügt, wird die melodische und sinnliche Schönheit sofort verdorben. Auch der Versuch die Worte im heiligen Koran mit anderen Worten auszutauschen scheiterte, sobald man kein zweites Wort finden konnte, das gleichwertigem Sinn verfügte. Seine Anordnung gleicht nicht der Gedichte der arabischen Dichter. Neben früheren Geschehenissen teilt der heilige Koran auch solche mit, die in baldiger und ferner Zukunft in Erscheinung treten werden. Wer den heiligen Koran liest oder ihm zuhört, kann nicht genug von ihm bekommen und ihm wird er niemals überdrüssig. Die Worte des heiligen Korans werden ihn sehr zu Herzen gehen. Es wurde festgestellt, dass Leiden und Kummer durch Vortragen und Hören Heilung fanden. Es kam auch vor, dass manche Hörer des heiligen Korans, die dabei an das Jenseits, ihre Sünden und ihre Lage dort dachten, in schrecken gerieten, und vor schreck den Tod fanden.
Viele radikale Feinde des Islams bekannten sich auch nur durch das Zuhören des heiligen Korans zum Islam, da die diese Worte ihnen sehr zu Herzen gingen. Manche von den Feinden des Islams und die Ungläubigen, wie Muattala, Malahida und Karamita, die sich Moslem nannten, versuchten das heilige Buch Koran zu verändern, umzuschreiben und ähnliche Worte zu erfinden, aber es gelang ihnen nicht. Die heiligen Bücher Thora und Evangelium wurden und werden aber immer noch von menschlicher Hand verändert. Andeutungen auf Wissenschaften, alles was zum Glück führt und nicht durch Erfahrung erlangt werden kann, gute Moral, guter Charakter, Tugenden, mit denen man ehrlich und vorbildlich leben, sowie überlegen sein kann und Wohltaten, die irdisches und ewiges Glück ermöglichen, Kenntnisse über den Anfang und das Ende von allen Wesen und alles, was den Menschen nützlich und schädlich ist, das alles wird im heiligen Koran deutlich oder symbolisch mitgeteilt. Die symbolischen Aussagen im heiligen Koran können nur von Spezialisten durch gründliche Studien und nötiges Vorwissen verstanden werden. Alle wissenschaftliche Äusserungen und Weisheiten, die in der Thora, in den Psalmen und im Evangelium kürzlich in allen himmlischen Büchern stehen, sind im heiligen Koran zusammengefasst. Alle Wissenschaft die im heiligen Koran steht, weiß nur ALLAH, der Erhabene, im ganzen. Die meisten Geheimnisse und Bedeutungen enthüllte Er Seinem geliebten Gesandten. St. Ali und St. Hussejn, Friede sei mit ihnen, teilten mit, dass sie über den größten Teil vom Wissensmeer des heiligen Koran verfügten. Den heiligen Koran zu rezitieren ist eine große Gnade. ALLAH, der Erhabene, verleiht der Gemeinschaft seines Geliebten diese Gnade. Diese Gunst bleibt den Engeln versagt. Deshalb kommen sie zusammen und hören dort zu, wo man den heiligen Koran vorliest. Alle Auslegungsbücher informieren nur über einen geringen Teil vom Wissen im heiligen Koran. Am Jüngsten Tag wird Muhammed, Friede sei mit Ihm, auf der Kanzel den heiligen Koran rezitieren, und die Hörer werden alles im heiligen Koran leicht verstehen.
2) Eines von den bekanntesten Wundern des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, ist auch das Geschehnis, dass der Mond mit einen Zeichen seines Fingers in zwei Teile getrennt wurde. Dieses Wunder wurde keinem anderen Propheten verliehen. Die Anführer der Ungläubigen aus dem Stamm “Koreisch” kamen zu St. Muhammed, Friede sei mit Ihm, und sagten zu ihm: “Teil wenn du kannst, als Prophet den Mond am Himmel in zwei!” Eigentlich hatte Muhammed, Friede sei mit Ihm, der damals 52 Jahre alt war den Wunsch, alle und besonders seine Bekannten und Verwandten zum Islam zu bekehren. Er hob seine Hände hoch und betete ALLAH, den Erhabenen, an. ALLAH, der Erhabene, schenkte seinem Gebet Gehör, bald danach teilte Er den Mond in zwei der eine Teil erschien auf einem Berg und der andere auf einem anderen Berg. Daraufhin sagten die Polytheisten, dass Muhammed sie bezaubert habe und somit haben sie sich nicht zum Islam bekehrt.
Ein Vers lautet:
Der Hund bellt den Mond an.
Daran ist der Mond nicht schuld,
Denn die Hunde bellen jederzeit.
Ein Vers besagt:
Keinen Genuss zu haben, deutet auf eine Krankheit
Einem Kranken schmeckt die geschmackhafte Süssigkeit bitter.
3) Wenn sie auf dem Schlachtfeld kein Wasser mehr hatten, steckte der heilige Prophet Muhammed, Friede sei mit Ihm, Seine gesegnete Hand in eine Tasse und so floß das Wasser zwischen Seinen Finger durch und überfloß das Gefäss. Manchmal tranken achtzig, manchmal dreihundert, manchmal eintausend fünf hundert, und bei dem Kampf Tebuq siebzig tausend Leute und ihre Tiere, von diesem Wasser. Sobald Er Seine gesegnete Hand herauszog, hörte das fliessen des Wassers auf.
4) Eines Tages, als Er zu Abbas, seinem Onkel, ging, ließ Er ihn und seine Kinder sich hinsetzen, deckte sein Gewand über sie und sagte: “O mein Schöpfer! Das ist mein Onkel und das sind meine Familienangehörigen. Wie ich meinen Onkel und seine Kinder überdecke, ebenso mögest DU sie vor dem Höllenfeuer schützen!.” dabei wurde von den Wänden her dreimal die Stimme “Ammen!” gehört.
5) Eines Tages, als manche Leute von Ihm Wunder erwarteten, rief Er einen Baum von weitem zu sich her. Der Baum kam zu Ihm mit seinen Wurzeln und grüßte Ihn mit folgenden Worten: “Eschhedu en lâ ilâhe illa’llah we eschhedu enne Muhammeden abduhu we Rassûluh. Dann ging er und pflanzte sich wieder an seine alte Stelle ein.
6)In der Schlacht bei “Haibar”, wurde ihm ein Stück vergiftetes Röstfleisch vorgelegt, Da sprach das Stück Fleisch: “O Prophet des Erhabenen! Iß micht nicht, denn ich bin vergiftet!”
7) Eines Tages sagte Er einem der einen Götzen in der Hand hielt: “Glaubst du an mich, wenn der Götze mir antwortet,” Da erwiderte er andere: “Aber, ich verehre ihn seit 50 Jahren, er hat mir bis jetzt nichts gesagt. Wie soll er dir etwas sagen?” Und daraufhin sprach der heilige Prophet Muhammed, Friede sei mit Ihm: “Du, Götzenbild, sag, wer ich bin!” Da wurde die Stimme gehört: “Du bist der Prophet ALLAHs, des Erhabenen.” Der Besitzer trat zugleich in den Islam ein.
8) In der Moschee an-Nebî in Medina befand sich ein Stumpf von einem Dattelbaum, auf den sich Muhammed, Friede sei mit Ihm, bei dem Vortragen der Predigt stützte. Er wurde “Hannane”. genannt. Nach dem Tag der Errichtung der Kanzel stützte Er sich nicht mehr an diesen Baumstumpf. Bald hörte die ganze Gemeinschaft in der Moschee die weinende Stimme des Baum stumpfs. Daraufhin trat Muhammed, Friede sei mit Ihm, von der Kanzel herunter und umarmte Hannane, der dann aufhörte zu weinen. Muhammed, Friede sei mit Ihm, sagte darauf: “Wenn ich ihn nicht umgearmt hätte, würde er wegen der Trennung von mir bis zum Ende der Welt weinen.”
Solche Wunder wurden mehrmals erlebt und überliefert.
9) Erlebt wurde auch, dass Kieselsteine und Essensreste in Seiner Hand, ähnlich einer Bienenstimme den Name “ALLAH” rezitierten.
10) Ein Ungläubiger kam zu dem heiligen Propheten und sagte: “Woran kann ich dein Prophetentum erkennen?” Der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, sagte: “Wenn ich einer Dolde Datteln befehle herbei zu kommen und sie tatsächlich kommt, nimmst du dann meine Religion an? Daraufhin versprach er dem heiligen Propheten, gegebenfalls in dem Islam zutreten. Der heilige Prophet befahl einer Dolde Datteln die an der Wand hing, zu Ihm zu kommen. Die Dolde kam herunter und ging zu dem heiligen Propheten, Friede sei mit Ihm. Danach sagte Er ihr: “Geh jetzt zurück zu deiner Stelle.” Sie ging wieder und hängte sich an ihre Stelle. Nach diesem Erlebnis trat der Ungläubige gleich in den Islam ein.
11) In Mekka beuteten einige Wölfe ein Schaf aus einer Herde. Als der Hirte die Wölfe angriff und das Schaf rettete, sagte einer von den Wölfen “Hast du denn keine Angst vor ALLAH, dem Erhabenen meinen Lebensunterhalt wegzunehmen!” Der Hirte sagte: “Ich bin erstaunt, wie ein Wolf sprechen kann.” Daraufhin sagte der Wolf: “Erstaunlicher ist, dass der heilige Prophet Muhammed Wunder tut.” Der Hirte berichtete dem heiligen Propheten von diesen Geschehen und trat in den Islam.
12) Als der heilige Prophet Muhammed, Friede sei mit Ihm, auf einer Wiese lief, hörte Er dreimal, die Stimme “Rassûl-ALLAH” (Prophet ALLAHs). Er blickte dieser Richtung nach und sah eine Hirschin. Daneben schlief ein Mann. Er fragte die Hirschin, was sie wolle. Die Hirschin sagte: “Dieser Jäger jagte mich. In den Bergen da drüben habe ich zwei Jungen. Binde mich los. Ich gehe, sättige und stille sie und komme wieder! Daraufhin fragte Er sie: “Hältst du dein Wort und kommst du zurück?” Die Hirschin sagte: “Ich schwöre bei ALLAH, dem Erhabenen. Qual des Allmächtigen sei über mich, wenn ich nicht zurück komme.” Der heilige Prophet ließ die Hirschin los. Sie kam wenig später zurück. Der heilige Prophet band sie wieder an den Baum. Als der Mann aufwachte, sagte er: “O Prophet ALLAHs, des Erhabenen! Haben Sie einen Befehl an mich?” Er sagte: “Lass diese Hirschin frei!” Der Mann machte ihr Seil los. Daraufhin schlug die Hirschin mit den Hinterbeinen aus und sagte zugleich “Eschhedu enlâ ilâhe illallah we anneke Rassul-ALLAH” und ging.
13) Er forderte einen Dörfler auf, den Islam anzunehmen. Auch der Dörfler machte es Muhammed, Friede sei mit Ihm, zur Bedingung, die gestorbene Tochter seines moslemischen Nachbarn zum Leben zu erwecken. Sie gingen zusammen zum Grab und Er rief sie mit ihrem Namen. Eine Stimme kam aus dem Grab heraus und dann trat sie selber aus. Der heilige Prophet sagte: “Willst du zur Welt zurückkommen?” Sie entgegnete: “O Prophet des Erhabenen! Ich will nicht zur Welt zurückkomen. Ich bin hier glücklicher als in der Welt. Das Leben im Jenseits eines Moslems ist besser, als sein irdisches Leben.” Auf dieses Ereignis hin, nahm der Dörfler zugleich den Islam an.
14) Dschabir ibni Abdullah, Friede sei mit ihm, kochte ein Schaf. Der heilige Prophet aß es mit seinen Gefährten und sprach nachdrücklich: “Zerbrecht seine Knochen nicht?” Er sammelte die Knochen und legte Seine gesegneten Hände auf diese Knochen und betete. Gleich danach erweckte ALLAH, der Erhabene das gegessene Schaf zum Leben.
15) Ein stummer Junge wurde zu dem heiligen Propheten gebracht. Er fragte es: “Wer bin ich?” Es sprach: “Du bist Rasûl-ALLAH”[Gesandter ALLAHs, des Erhabenen.] und sprach bis zum Tode weiter.
16) Einem Mann, der auf ein Schlangenei getreten hatte, erblindete. Er wurde zu dem heiligen Propheten gebracht. Sobald Er mit seinen Fingern seinem gesegneten Speichel an die Augen des Mannes auftrug, konnte er wieder sehen. Obwohl er 80 Jahre alt war, konnte er eine Nadel einfadeln.
17) Muhammed ibn Hâtib erzählt: “In meiner Kindheit fiel heißes Wasser auf mich und hat mir den Körper verbrannt. Mein Vater brachte mich zu dem heiligen Propheten. Er berührte die Brandwunde auf meinem Körper mit Seinen heiligen Fingern und Seinem Speichel und betete. Meine Brandwunden wurden gleich gesund.
18) Eine Frau brachte ihren kahlköpfigen Sohn. Der heilige Prophet berührte seinen Kopf mit Seinen gesegneten Händen leicht. Der Sohn heilte zugleich. Seine Haare begannen zu wachsen.
19) In den Büchern “Sünen” der Hadithgelehrten Tirmüzî und Nesai steht: “Ein blinder Mann kam und sagte: “O Prophet des Erhabenen;. Bete für mich, damit meine Augen wieder sehen!” Der heilige Prophet sagte zu ihm: ‘Nimm eine rituelle Waschung!Rezitiere dann dieses Gebet: “O mein Schöpfer! Ich flehe dich an. Ich verlange von Dir durch die Vermittlung Seines geliebten Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm. O Mein geliebter Prophet St. Muhammed! Durch deine Vermittlung flehe ich meinen Schöpfer an. Ich bitte darum, dass Er das dir zuliebe genehmigt. O mein Schöpfer! Nimm den größten Propheten für mich als einen Fürsprecher an! Schenk meiner Bitte um Seines willen Gehör!’ Der Mann nahm die rituelle Waschung und betete so. Zugleich öffneten sich seine Augen. Diese Gebet wird von den Moslems jederzeit rezitiert und so erfüllten sich ihre Wünsche.
20) Er lief in der Wüste mit Ebû Talib. Ebu Talib sagte, dass er sehr durstig ist. Der heilige Prophet sprang vom Tier herunter und fragte: “Hast du Durst?” Er stieß seine Ferse auf den Boden. Plötzlich entsprang dort Wasser, daraufhin sagte Er ihm: “O mein Onkel! Trink von diesem Wasser!”
21) Bei dem Kampf Hadibia nahmen sie bei einem ausgedürrten Brunnen Quartier. Die Soldaten beklagten sich über ihren Durst. Er forderte einen Eimer Wasser, nahm darin die rituelle Waschung, spuckte in dieses Wasser und ließ das Wasser wieder in den Brunnen gießen. Daraufhin nahm Er ein Pfeil und schoß ihn in den Brunen. Auch die umstehenden erlebten, dass der Brunnen bis zu der oberen Kante mit Wasser gefüllt war.
22) Bei einem Kampf beklagten sich die Soldaten über ihren Durst. Der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, ließ zwei Soldaten Wasser suchen. Sie trafen eine Frau auf einem Kamel und brachten sie dem heiligen Propheten. Der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, bat sie um Wasser. Er liess es in ein Gefäß gießen. Alle Soldaten goßen ihre Schläuche damit voll. Der Frau wurde eine Menge Datteln gegeben und ihr Schlauch wurde auch mit Wasser vollgegoßen. Der heilige Prophet sagte: “Ihr Wasser hat sich nicht vermindert. Das Wasser wurde uns von ALLAH, dem Erhabenen, geschickt.”
23) Während Er auf der Kanzel eine Predigt hielt, sagte einer: “O Prophet ALLAHs, des Erhabenen! Vor Dürre kommen unsere Kinder, unsere Tiere und Felder fast um. Eil uns zu Hilfe! Draufhin betete der heilige Prophet, mit erhebten Händen. Obwohl im Himmel keine Wolke zu sehen war, kamen Wolken zusammen und noch während er mit seinen Händen sein Gesicht berührte begann es plötzlich, zu regnen. Der Regen dauerte einige Tage lang. Während er wieder auf der Kanzel predigte, kam derselbe Mann und sagte: “O Prophet des Erhabenen! Vom Regnen kommen wir fast um!” Da lächelte der heilige Prophet und betete: “O mein Schöpfer! Gib deine Gabe auch Deinen anderen Dienern!” Die Wolken verzogen sich.
24) Dschabis ibn Abd-Allah, Friede sei mit ihm, erzählt: Ich war in Schulden und benachrichtigte den heiligen Propheten davon. Er kam in meinen Garten, ging dreimal um einen Haufen Datteln herum. Danach befahl Er mir: “Ruf deine Gläubiger! Sie sollen herkommen!” Jeder von ihnen bekam sein Recht. Und der Dattelhaufen verminderte sich nicht.
25) Eine Frau schickte Ihm als Geschenk Honig. Er nahm den Honig an. Ihr leeres Gefäss schickte Er zurück. Aber bei der Rückkehr war das Gefäss mit Honig gefüllt. Daraufhin kam die Frau zu dem heiligen Propheten und sagte: “O Prophet des Erhabenen! Warum hast du mein Geschenk nicht angenommen? Was für eine Sünde habe ich denn begannen?” Der heilige Prophet sagte: “Dein Geschenk habe ich angenommen. Der Honig, den Du hast, ist ein Segen von ALLAH, dem Erhabenen, für dein Geschenk.” Diesen Honig aßen die Frau und ihre Kinder monatelang. Er verminderte sich niemals. Eines Tages goß man diesen Honig aus Unachtsamkeit in ein anderes Gefäß. Aus diesem Gefäß aßen sie den Honig zu Ende. Als der heilige Prophet darüber benachrichtigt wurde, sagte Er: “Wenn der Honig in dem Gefäß, das ich schickte, geblieben wäre, würden sie von ihm bis zum Ende der Welt essen und er würde sich niemals vermindern.”
26) Ebu Hurejre erzählt: “Ich brachte dem heiligen Propheten einige Datteln. Ich bat Ihn darum, dass Er beten sollte, damit sie gesegnet werden. Er betete und sagte: “Nimm diese Datteln und lege sie in die Tasche, die du aber bei Bedarf niemals ausschütteln darfst. Nimm die Datteln immer mit der Hand aus der Tasche.” Bis zum Kalifentum von St. Osman trug ich die Tasche mit Datteln Tag und Nacht immer bei mir und wir aßen immer davon. Sowie ich jedem von diesen Datteln anbietete, gab ich auch mengenweise Almosen aus diesen Datteln ab. Als St. Osman, Friede sei mit ihm, den Märtyrertod fand, gingen diese Tasche verloren.
27) Der heilige Prophet verstand die Sprache aller Tiere so wie der Prophet Salomo, Friede sei mit ihnen. Man erlebte mehrmals, dass Tiere sich dem heiligen Propheten über ihre Besitzer oder andere beschwerten. Der heilige Prophet teilte dies Seinen Gefährten mit. Beim Kampf Hunain sagte Er zu Seinem weißen Maultier namens DÜLDÜL: “Knie nieder”. Als Düldül niederkniete, warf Er eine Handvoll Sand vom Boden auf die Ungläubigen.
28) Man erlebte mehrmals, dass der heilige Prophet, Friede sei mit Ihm, viele vergangene Ereignisse genau meldete und zukünftige Ereignisse vorhersagte. Das ist ein Wunder von Ihm.
Diese Wunder werden in drei aufgeteilt: Der erste Teil sind die Vorkommnisse, die sich vor seiner Zeit eingestellt hatten und nach denen Er gefragt wurde. Seine Antworten auf diese Fragen veranlassten, dass mehrere Ungläubige den Islam annahmen.
Der zweite Teil sind die von Ihm vorhergesagten Ereignisse, die in Seiner Zeit erlebt wurden und sich noch damals in Wirklichkit umsetzen.
Den dritten Teil bilden die von Ihm prophezeiten Ereignisse, die nach Ihm bis zum Weltuntergang im Diesseits und bis zum Jüngsten Tag im Jenseits vorkommen werden. Unten werden einige Ereignisse vom zweiten und dritten Teil übermittelt: [Eine Gruppe Seiner Gefährten wanderte wegen Belästigung und Qual der Ungläubigen zu Beginn der Aufforderung des Islams nach Äthiopien aus. Dem heiligen Prophet und den übriggebliebenen Gefährten in Mekka blieben alle sozialen Rechte wie Begegnung, Einkauf, und Kontakt zu Nichtmoslems drei Jahre lang versagt. Die Ungläubigen von Koreisch hängten einen geschriebenen Vertrag an die Wand der heiligen Kaaba, der ihre erwähnten Übereinstimmung betrifft. ALLAH, der Allmächtige, brachte einen “Arza” genannten Holzwurm an das Vertragspapier. Ausser dem Text “Bismik-Allahumme” zerfraß dieser Holzwurm das ganze Vertragspapier. ALLAH, der Erhabene, teilte diesen Vorfall durch den Erzengel Gabriel, Seinem Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, mit. Auch unser Prophet meldete diesen Zustand seinem Onkel Ebu Tâlip. Am Tag darauf kam Ebu Tâlip zu den angesehenen Ungläubigen und sagte: Der Schöpfer von Muhammed verkündete ihm, dass unserer Vertag von einem Wurm zerfressen sei, wenn sein Bericht wahr ist, so sollte unser Vertrag für ungültig erklärt werden. Wenn aber sein Bericht nicht wahr ist, werde auch ich Ihn nicht mehr beschützen.” Die angesehenen von Koreisch nahmen diesen Vorschlag an. Alle kamen vor der Kaaba zusammen. Das Vertragspapier wurde aus Kaaba herunter geholt, ausgebreitet und es wurde gesehen, dass alle Schriften des Vertrags ausser dem Text “Bismik-Allahümme” zerfressen worden waren, wie der heilige Prophet mitgeteilt hatte.
Der persische Herrscher Husrew schickte seine Botschafter nach Medina. Der heilige Prophet rief sie zu sich und sagte: “In dieser Mitternacht wurde Kisra (Chosru) von seinem eigenen Sohn getötet.” Nach einigen Tagen erhielt man die Botschaft, dass Kisra von seinem eigenen Sohn getötet wurde. Die persischen Schahs werden Kisra genannt.
29) Eines Tages sagte Er zu seiner Frau Hafsa: “Ebu Bekr und dein Vater werden die Verwaltung meiner Gemeinschaft übernehmen” Mit diesen Worten überbrachte Er das Kalifat von Ebu Bekr und Omar, dem Vater von Hafsa.
30) Er verpflichtete Ebu Hurejre, Friede sei mit ihm, in Medina dazu, die Datteln, die als Armensteuer geschickt wurden, aufzubewahren. Als Ebu Hurejre jemanden beim Dattelnstehlen erwischte, sagte er zu ihm “Ich werde dich zu dem heiligen Propheten führen.” Als der Dieb ihn anflehte mit den Worten “Ich bin arm, ich habe viele Kinder,” ließ er ihn los. Am Tag darauf ließ der heilige Prophet Ebu Hurejre zu sich kommen und fragte ihn: “Was hat der Mann, den du freigelassen hast, getan?” Nachdem Ebu Hurejre die Tatsache erzählt hatte, sagte der heilige Prophet: “Er hat dich betrogen; er wird wieder kommen.” In der nächsten Nacht kam er wieder und wurde gefangen. Diesmal flehte er nochmals und sagte: “Um ALLAHs Willen, laß mich los!” und er wurde wieder losgelassen. In der dritten Nacht, als er noch mal kam und gefangen wurde, half sein Flehen nichts. Er sagte diesmal: “Wenn du mich losläßt, lehre ich dich einige Dinge, du wirst viel Nutzen aus denen ziehen” Diesen Vorschlag nahm Ebu Hurejre an. Er erklärte seinen Ratschlag: “Wenn du vor dem Schlafen den heiligen Vers “Ayet-el kursî” rezitierst, behütet ALLAH, der Erhabene, dich, und der Satan kann dir nicht näher kommen. Darauf ging er los. Am folgenden Tag, als der heilige Prophet Ebu Hurejre wieder fragte und die Antwort bekam, sagte der heilige Prophet: “Jetzt hat er richtig gesprochen. Eigentlich ist er ein richtiger Lügner. Weißt du, mit wem du seit drei Tagen gesprochen hast? Er verneinte die Frage. Daraufhin sagte der heilige Prophet: “Er war der Satan selbst.”
31) Er sah es durch die Allmacht des Erhabenen und berichtete den Anwesenden, während er auf der Kanzel in Medina war, dass vier Führer von Seinen Gefährten nacheinander den Ehrentod finden würden, nachdem Er sein Heer zu dem sogenannten Ort Mhute, für den Krieg mit den Armeen des römischen Kaisers geschickt hatte.
32) Während Er Muaz ibn Dschebel, Friede sei mit ihnen, als Führer nach Jemen bis zum Vorort von Medina Geleit gab, gab Er ihm mehrere Ratschläge und sagte: “Wir werden uns bis zum Jüngsten Tag nicht mehr wiedersehen.” Als Muaz noch in Jemen war, starb der heilige Prophet in Medina, Friede sei mit Ihm.
33) Kurz vor Seinem Tod sagte Er zu seiner Tochter Fâtıma: “Du bist diejenige, unter meinen Verwandten, die mir ins Jenseits zuallererst nachkommen wird.” Sechs Monate nach diesem Gespräch starb St. Fâtıma Friede sei mit ihr. Keiner von ihren Verwandten fand vor ihr den Tod.
34) Der heilige Prophet sagte zu einem namens Kaais ibn Schammas: “Du wirst gut leben und als Märtyrer fallen.” Im Kalifat von Ebu Bekr, Friede sei mit ihm, fand er während des Kriegs, der gegen den falschen Propheten Musailamat al-Kazzâb geführt wurde, den Märtyrertod.
Der heilige Prophet berichtete, dass auch St. Omar, St. Osman und St. Ali, Friede sei mit ihnen, den Märtyrertod finden werden.
35) Der heilige Prophet gab auch die Nachricht, dass die Länder des persischen Herrschers Kisrâ und die Länder des byzanthinischen Herrschers Kaiser, von den Moslems erobert und die Schätze in diesen Ländern auf dem Weg des Erhabenen ausgegeben werden.
36) Er berichtete auch, dass mehrere Leute von Seiner Religionsgemeinschaft Übersee an einem Krieg teilnehmen werden und auch Ummi Hirâm, eine von seinen Gefährtinnen, bei diesem Krieg anwesend sein wird. Im Kalifat von Osman, Friede sei mit ihm, fuhren Moslems mit den Schiffen nach Zypern und kämpften dort. Dabei war diese Frau auch an wesend.
37) Der heilige Prophet saß auf einer hohen Stelle. Er wante sich nach den anderen um und sagte: “Könnt ihr sehen, was ich gerade sehe? Ich schwöre bei ALLAH, dem Erhabenen, dass ich, die Zwieträchte und die Unruhe, die zwischen euren Häusern und auf den Strassen stattfinden werden, wahrnehme.” In den Tagen an denen der dritte Kalif St. Osman den Märtyrertod fand und in der Zeit von Jesid brachen in Medina große Unfrieden aus. Auf den Straßen wurden viele Menschen umgebracht.
38) Er berichtete eines Tages, dass eine von Seinen Frauen gegen den Kalif rebellieren wird. St. Aische, Friede sei mit ihr, lächelte über dieses Wort. Und der heilige Prophet sagte ihr daraufhin: “O, Humejra, vergiß mein Wort nicht! Bist du vielleicht diese erwähnte Frau?” Dann drehte Er sich zu St. Ali und sagte: “Wenn sie mit dir zu tun hat so solltest du dich ihr gegenüber gutmütig verhalten!” Dreizig Jahre nach diesen Worten kämpfte St. Aische gegen St. Ali und geriet in Gefangenschaft. St. Ali empfing sie mit voller Ehre und schickte sie nach Medina.
39) Er sagte eines Tages zu St. Muawije:[St. Muawije gest. 60 [680] in Damaskus.] “Wenn du die Verwaltung meiner Gemeinschaft übernimmst, sollst du die Wohltäter belohnen und denjenigen, die Böses tun, vergeben. St. Muawije war während des Kalifats von St. Osman zwanzig Jahre lang als Gouverneur in Damaskus verpflichtet, auch war er zwanzig Jahre lang Kalif.
40) Eines Tages sagte der heilige Prophet: “Muawije wird niemals besiegt werden.” Als St. Ali diese heilige Hadith bei dem Krieg Sıffin hörte, sprach er: “Wenn ich dieses heilige Wort vorher gehört hätte, hätte ich gegen Muawije, Friede sei mit ihm, nicht gekämpft.”
41) Er sagte Ammar ibn Jaser, Friede sei mit ihm: “Du wirst von denjenigen, die rebellierten, getötet werden.” während er mit St. Ali gegen St. Muawije Krieg führte, fand er den Märtyrertod.
42) Für St. Hassen, Friede sei mit ihm, den Sohn Seiner Tochter Fâtıma, sagte Er: “Mein Sohn ist einer, der großes Glück bringt. ALLAH, der Erhabene, machte ihn zum Anlass, dass sich zwei große islamische Armeen versöhnen.” Während er mit seinem großen Heer gegen St. Muawije kämpfte, überließ er sein Recht auf das Kalifat St. Muawije, damit die Unruhen verhindert und kein Blut vergossen wurde.
43) Abdullah ibn Zübair, Friede sei mit ihm, trank das Blut des heiligen Propheten, das beim Schröpfen vergossen wurde. Als Er das sah, sagte Er: “Weißt du denn, in welches Unglück die Menschen dich stürzen werden? Die Leute werden durch dich auch viel Unruhe haben. Höllenqual wird dich nicht verbrennen.” Als Abdullah in Zübair in Mekka sein Kalifat proklamierte, schickte Abd al-Malik ibn Merwan seinen Führer Hadschadsch mit einem großen Heer nach Mekka. Hadschadsch nahm ihn gefangen und tötete ihn.
44) Als Er auf die Mutter von Abd’Allah ibn Abbas, Friede sei mit ihnen, blickte, sagte Er: “Du bringst einen Sohn zur Welt. Bring ihn mir, wenn er geboren wird! Als sie das Kind brachte, rezitierte Er in seine Ohren den Gebetsruf und Sein gesegneter Speichel berührte den Mund des Babys. Er gab ihm den Namen ‘Abdullah’ und gab der Mutter das Baby auf den Schoß. Dann sagte Er: “Nimm den Vater der Kalifen und bring ihn nach Haus!” St. Abbas, der Vater des Sohnes, hörte davon und fragte den heiligen Prophet danach. Der heilige Prophet antwortete ihm: “Wahrhaftig, ich habe genau so geredet, wie du es gehört hast. Dieses Kind ist der Vater der Kalifen. Unter ihnen wird ein freigebiger, rechtgeleiteter und mit Jesus, Friede sei mit ihm, das Gebet verrichtender Mensch erscheinen.” Bei der Verwaltung des abbasiden Staates erschienen mehrere Kalife. Alle von ihnen waren vom Stamm von Abdullah ibn Abbas.
45) Eines Tages sagte Er: “Eine Gruppe wird in meiner Gemeinschaft auftauchen. Sie wird Rafisiten genannt werden und aus dem Islam treten.”
46) Für Segen und Friede vieler seiner Gefährten betete Er, alle seine Gebete fanden Gehör und sie hatten Nutzen davon.
St. Ali erzählt: “Der heilige Prophet wollte mich als Richter nach Jemen schicken. Daraufhin sagte ich: “O Prophet ALLAHs, des Erhabenen! Ich verstehe nichts vom Richtertum.” Er legte seine gesegnete Hand auf meine Brust und sagte: “O mein Schöpfer! Laß ihn von den Wahrheiten wissen! Laß ihm imstande sein, immer recht zu sprechen! Von dieser Zeit an unterschied ich die richtigen von den falschen Klagen ganz leicht, die mir vorgelegt wurden und fällte das richtige, treffende Urteil.
47) Zehn Personen, die der heilige Prophet mit dem Paradies beglückwünscht hatte, werden Âschere-i Mubeschschere genannt. Für Sa’d ibn Ebu Wakkas, einen von diesen, flehte der heilige Prophet bei dem Krieg Ohod ALLAH den Erhabenen an: “O mein Schöpfer! Laß seinem Pfeil das Ziel treffen und schenke seinem Gebet, Flehen und seiner Bitte Gehör!” Später wurde jede Bitte von Sa’d erfüllt und jeder seiner Pfeile traf sein Ziel.
48) Eines Tages legte Er Seine gesegneten Hände auf die Stirn von Abdullah ibn Abbas, dem Sohn Seines Onkels, und betete so: “O mein Schöpfer! Mach ihn zu einem vertieften Gelehrten in der Religion und zu einem Weisen. Beschere ihm die Erkenntnisse im heiligen Koran! Später wurde er der Bekannteste seiner Zeit in Bereich der Koranauslegung, Hadith-und Rechtswissenschaft. Die Gefährten des heiligen Propheten und ihre Nachfolger lernten alles von ihm. Er wurde mit den Namen “Tardwuman al-Koran”, “Behr al-Ilm” und “Reis al-Müfassirin” d.h. Führer der Gelehrten für Koransauslegung berühmt. In allen islamischen Ländern wimmelte es von seinen Studenten.
49) Für Enes ibn Mâlik, Friede sei mit ihm, einen von seinen Dienern, betete Er so: “O, mein Schöpfer! Gib seinem Hab und Gut, seinem Leben und seinen Kindern Segen! Vergib ihm seine Sünden!” Mit der Zeit vermehrten sich seine Eigentümer. Seine Obstgärten füllten sich mit Früchten, die Bäume trugen jährlich üppig Früchte. Die Anzahl seiner Kinder stieg über einhundert. Er lebte hundertzehn Jahre lang. Am Ende seines Lebens betete er so: “O mein Schöpfer! Du hast die ersten drei Fürbitten Deines Geliebten für mich angenommen und erfüllt. Wie steht es denn nun mit seiner vierten Fürbitte! Werden mir meine Sünden vergeben?” Da hörte er eine Stimme: “Ich nahm auch die vierte Fürbitte an. Sei froh!”
50) Er betete für Mâlik bin Rabîa, Friede sei mit ihm: “ALLAH, der Erhabene, möge deine Kinder segnen.” Später hatte er achtzig Kinder.
51) Als ein Dichter namens Nabiqa einige von seinen Gedichten vortrug, rezitierte der heilige Prophet dieses Gebet, das unter den Arabern bekannt war: “ALLAH, der Erhabene, möge seine Zähne nie ausfallen lassen.” Nabiqa erreichte das Alter von achtzig. Seine Zähne lagen wie Perlen aufgereiht, weiß und unbefleckt in seinem Munde.
52) Er betete für Urwa ibn Dschu’d, Friede sei mit ihm: “O mein Schöpfer! Gib seinem Handel segen!” Urwa erzählt: Von dieser Zeit an brachten mir meine Geschäfte immer Gewinn. Ich erlitt niemals Schaden.
53) Eines Tages kam Seine Tochter Fâtıma, Friede sei mit ihr, zu ihm. Sie war vor Hunger ganz blaß. Er legte seine gesegnete Hand auf ihre Brust und betete so: “O mein Schöpfer, der den Hungrigen ihren Hunger stillt! Schütze Fâtıma, die Tochter von Muhammed, vor Hunger und nimm ihn von ihr weg!” Plötzlich bekam Fâtıma wieder Farbe ins Gesicht, wurde wieder lebhaft und energisch. Sie spürte bis zum Tod niemals Hunger.
54) Für Abdurrahman ibn Awf, einer den zehn heiligen Gefährten, denen das Paradies versprochen wurde, betete Er um Segnen. Sein Eigentum vermehrte sich, so dass er mit seinem Vermögen berühmt wurde.
55) Er sprach: “Die Fürbitte jedes Propheten findet Gehör. Jeder Prophet betete für seine Religionsgemeinschaft in dieser Welt. Aber ich bete dafür, dass mir erlaubt wird, am Jüngsten Tag für meine Gemeinschaft Fürbitte einzulegen. Hoffentlich wird mein Gebet Gehör finden. Meine Fürbitte gilt für alle außer für Götzendienern.
56) In einigen Dörfern in Mekka bemühte Er sich sehr darum, dass sie in den Islam eintreten. Sie nahmen den Islam aber nicht an. Er betete, damit sie in Not geraten wie die, die man in der Zeit des Propheten Josef, Friede sei mit ihm, in Ägypten erlebt hatte, geraten. In diesem erwähnten Jahr herrschte solche Hungersnot, so dass sie Aas essen mußten.
57) Utaiba, der Sohn von Ebu Leheb, seinem Onkel, bekannte sich nicht zum Islam und peinigte Ihn sehr obwohl er der Schwiegersohn von dem heiligen Propheten, Friede sei mit Ihm, war. Seine ehrwürdige Tochter, Ümmü Gülsüm verstieß er und sprach schlecht über sie. Der heilige Prophet wurde darüber sehr betrübt, und verwünschte ihm bei ALLAH so: “O mein Schöpfer! Schicke ihm einen von DEINEN Hunden! Auf einer Gerschäftsreise nach Damaskus schlief Utaiba neben seinen Freunden ein. Es kam ein Löwe und roch an seinen Freunden. Dann kam er auf Utaiba zu, sprang rasch auf ihn und zerriss ihn.
58) Er traf jemand, der mit der linken Hand aß und sagte zu ihm: “Iß immer mit deiner rechten Hand!” Dieser log mit den Worten: “Meine rechte Hand bewegt sich nicht.” Der heilige Prophet erwiderte: “Du sollst deine rechte Hand nicht mehr bewegen können.” Bis zum Tod konnte der Mann seine rechte Hand nicht an seinen Mund bringen.
59) Der heilige Prophet schickte dem persischen Herrscher Hüsraw Perwiz einen Brief, damit er in den Islam eintreten sollte. Der gemeine Kerl Hüsrew zerriß den Brief und ließ, den Botschafter ermorden. Als der heilige Prophet diese Nachricht hörte, wurde Er sehr traurig und betete so: “O mein Schöpfer! zerreisse und vernichte seine Eigentümer so, wie er meinen Brief zerrissen hat.” Schon im Leben vom heiligen Propheten wurde Hüsrew von seinem Sohn namens Schirewaih erdolcht. In der Zeit des zweiten Kalifs, St. Omars wurde das persische Land von den Moslems erobert, der Grundbesitz und die Nachkommenschaft Hüsrews gingen verloren.
60) Immer wenn der heilige Prophet auf dem Markt die Gebote und Verbote des Erhabenen bekannt machte[Die verdienstvolle Leistung, die Gebote und Verbote ALLAHs, des Erhabenen, zu lehren.] und darüber eine Predigt hielt, verspottete ihn ein gemeiner Kerl namens Hakem ibn As, der Vater vom Kalif Marwan, indem er hinter dem heiligen Propheten gehend oft seine Augen aufschlug und sein Gesicht verzog. Als der heilige Prophet sich umdrehte und dies sah, sagte er: “Bleib in dem Zustand, den du gerade zeigst!” Sein Gesicht und seine Augen wurden bis zu seinem Tod zappelig und zublinzend.
61) ALLAH, der Erhabene beschützte seinen Geliebten vor Unglück. Ebu Dschechil war der größte Feind des heiligen Propheten. Als er einen großen Stein aufhob, um Ihn damit auf seinen Kopf zuschlagen, erschienen ihm zwei Schlangen. Vor Angst ließ er den Stein in seiner Hand herunterfallen und floh.
62) Während der heilige Prophet bei der heiligen Kaaba das Gebet verrichtete, wollte der gemeine Kerl, Ebu Dschechil, Ihn mit einem Messer angreifen, aber er entfloh zugleich. Als seine Freunde ihn fragten, warum er entfloh, gab er folgende Antwort: “Ich sah einen, mit Feuer bedeckten Graben zwischen Muhammed, und mir. Viele Leute warteten auf mich. Wenn ich nur noch einen Schritt gemacht hätte, hätten sie mich ins Feuer geworfen. Als die Moslems, die diese Nachricht bekamen und den heilige Prophet fragten, sagte der heilige Prophet: “Die Engel des Erhabenen hätten ihn gepackt und zerrissen.”
63) Im dritten Jahre nach Hedschra, während der heilige Prophet sich beim Krieg (Katfân) unter einem Baum erholte, kam ein Ungläubiger Ringkämpfer, namens Dâsür mit einem Schwert in der Hand, und fragte: “Wer kann dich aus meinen Händen retten?” Daraufhin sagte der heilige Prophet: “Nur ALLAH, der Erhabene, rettet mich”. Da erschien Gabriel, Friede sei mit ihm, in der Gestalt eines Menschen und schlug auf die Brust des Ungläubigen. Er stürzte und ließ seinen Schwert fallen. Diesmal nahm der heilige Prophet den Schwert in der Hand und fragte: “Wer kann dich aus meiner Hand retten?” Er flehte ihn mit den Worten an: “Es ist kein gesegneter als du, der mich retten kann.” Daraufhin vergab Er ihm seine Tat und ließ ihn losgehen. Dieser bekannte sich zum Islam. Außerdem veranlasste er, dass viele Leute den Islam annahmen.
64) Im Jahre 4 (n. Hed.) redete der heilige Prophet im sogenannten Ort (Benî Nadîr) mit seinen Gefährten unter den Wänden der Burg, die den Juden gehörte. Daraufhin wollte ein Jude einen großen Mühlstein auf sie zu werfen. Als seine Hände den Mühlstein berührten, wurden seine beiden Hände verkrüppelt.
65) Im Jahre 9 n. Hed. kamen die Leute von überall scharenweise, um sich zum Islam zu bekehren. Zwei Ungläubige namens Amir und Arbad waren auch unter denen. Während Amir dem heiligen Propheten seine Bekehrung zum Islam äußerte, versuchte Arbad, seinen Schwert herauszuziehen, aber er konnte seine Hände nicht ausstrecken. Als Amir ihm ein Zeichen gab und fragte warum er stehen blieb, sagte der heilige Prophet: “ALLAH, der Erhabene, hütet mich vor der üblen Tat, die ihr zu begehen versucht.” Nachdem sie den Ort verließen, fragte Amir Arbad, warum er sein Wort nicht gehalten hatte. Dagegen sagte er: “Aber immer wenn ich den Schwert herauszuziehen versuchte, sah ich dich zwischen mir und ihm. Einige Tage später wurde der Himmel plötzlich mit Wolken bedeckt, Arbad und sein Kamel wurden vom Blitz erschlagen.
66) Eines Tages während der heilige Prophet nach der rituellen Reinigung sich einen von seinen Schuhen anzog und Seine Hand zum zweiten reichte, erschien dort ein Vogel. Er packte diesen Schuh und flog weiter in die Höhe. Da fiel eine Schlange herunter. Danach ließ der Vogel den Schuh wieder auf den Boden. Von diesem Zeitpunkt an wurde es zu einer islamischen Sunna, vor dem Anziehen die Schuhe auszuschütteln.
67) Der heilige Prophet beauftragte Wächter, damit sie Ihn bei den Kämpfen und in den Wüsten beschützen. Als der 67. heilige Vers der Sure “Maide” (Der Tisch) sinngemäß “ALLAH schützt dich vor den Bosheiten der Menschen” offenbart wurde verzichtete Er darauf. Von dieser Zeit an ging Er alleine zwischen seine Feinden umher. Er hatte keine Angst vor ihnen.
68) Enes bin Mâlik, Friede sei mit ihm, trug ein Tuch des heiligen Propheten, Friede sei mit Ihm, bei sich, mit dem der heilige Prophet sein heiliges Gesicht ab trocknete. Anas, warf es ins Feuer, wenn es schmutzig wurde. Der Schmutz darauf brannte, das Tuch reinigte sich somit, blieb aber vom Feuer verschont.
69) Der heilige Prophet trank Wasser aus einem Eimer, das man aus dem Brunnen herausgezogen hatte und schüttete den Rest des Wassers wieder in den Brunnen aus. Von da an roch es im Brunnen immer nach Moschus.
70) An dem Körper von Utbe ibn Firgat tauchte eine Krankheit namens (Urtiker) auf. Der heilige Prophet zog ihn aus und feuchte seine Hände mit Speichel an und bestrich die Brust und den Rücken des Kranken damit. Er fand Heilung und auch sein Körper roch nach Moschus. Dieser Zustand dauerte lange an.
71) Selman al-Fârisi, Friede sei mit ihm, machte von Iran aus eine Weltreise, um die wahre Religion zufinden. Während er mit einer Karawane vom Volksstamm Banhu Kelb auf dem Weg nach Arabien war, wurde er auf dem Qrt “Wâdi’-ul-Kurâ”, infolge eines Verrats, einem Juden als Sklave verkauft. Dieser Jude verkaufte ihn einem seiner Verwandten Juden aus Medina. Als er von der Ankunft des heiligen Propheten in Medina hörte, freute er sich sehr. Denn er selber war ein christlicher Geistlicher und kam nach Arabien auf Ratschlag eines großen Gelehrten, der sein letzter Führer war, um in die Religion des letzten Propheten einzutreten. Dieser Gelehrte setzte Salman in Kenntnis darüber, welche Kennzeichen der heilige Prophet besitzt, nähmlich dass er Geschenke annehme, dagegen aber kein Almosen, dass er das Merkmal der Prophetengabe zwischen seinen Schulterblättern habe und noch viele Wundertaten erweisen werde. Salman-i Fârisî brachte dem heiligen Propheten Datteln als Almosen mit. Der heilige Prophet aß keine davon. Er bot dem heiligen Propheten 25 Datteln in einem Teller als Geschenk an. Der heilige Prophet aß davon. Alle Seine Gefährten dort aßen mit.
Die Dattelkerne waren aber tausend. So erlebte er zwei Wunder des heiligen Propheten. Am nächsten Tag wollte er bei einem Totengebet den Siegel Seines Prophetentums (Muttermal) sehen. Der heilige Prophet merkte es, zog Sein heiliges Hemd aus und zeigte es ihm. Fârisi nahm gleich den Islam an. Einige Jahre später wurde vereinbart, unter der Bedingung der Abgabe von drei hundert Dattel-Palmen und der Zahlung von Gold im Wert von tausendsechhundert Dirhams (5384 gr.) ihn frei zu lassen. Der heilige Prophet bekam diese Nachricht. Daraufhin pflanzte er 299 Stück Dattelpalmen mit seinen gesegneten Händen ein. Am gleichen Tag trugen die Dattelpalmen Früchte. Nur eine Palme, die von St. Omar gepflanzt wurde, blieb ohne Obst. Der heilige Prophet zog diese Dattel heraus und pflanzte sie wieder ein. Kurz später trug sie auch Früchte. Ein Gold, das so groß wie ein Ei war, wurde Salman al-Fârisi von einer Kriegsbeute zugeteilt. Salman, Friede sei mit ihm, ging zu dem heiligen Propheten und sagte: “Diese Kriegsbeute ist sehr wenig, sie wiegt nicht ganze 1600 Dirhams.” Der heilige Prophet nahm es in Seine gesegnete Hand und gab es ihm wieder zurück. Er bezahlte seinem Herrn seine Schuld durch die halbe Menge, die andere halbe Menge blieb ihm übrig.
72) Der heilige Prophet fing, während seines Gebets, den Satan, der versuchte Sein Gebet ungültig zu machen. Nachdem der Satan versprach, dass er nicht wieder kommen wird, um Sein Gebet ungültig zu machen, ließ Er ihn frei.
73) Kurz vor seinem Tod liess Abdullah ibni Ubai ibn Selül, der Führer der Heuchler den heiligen Propheten herbeirufen. Er flehte dem heiligen Propheten an, um mit seinem Hemd als Leichentuch, begraben werden zu können. Da der heilige Prophet die Gewohnheit hatte zu schenken, was von ihm verlangt wurde, schenkte Er ihm Sein gesegnetes Hemd. Er verrichtete auch sein Todesgebet als Vorbeter. Eintausend Heuchler in Medina waren über die Wohltaten des heiligen Propheten sehr erstaunt, und nahmen alle den Islam an.
74) Von den koreischer Ungläubigen gingen Welid ibn Mugira, As ibn Wâil, Hâris ibn Kais Eswed ibn Muttalib weiter als die anderen, den heiligen Propheten zu misshandeln. Eines Tages kam der Erzengel Gabriel, Friede sei mit ihm, und brachte die Offenbarung, den 95. Vers der Sure Hidschr dem Sinn nach: “Siehe, wir schützen dich gegen die Spötter…” und zeigte auf den Fuß von Welid, auf den Fers des zweiten Mannes, auf die Nase des dritten, den Kopf des vierten und auf die Augen des fünften. Welid bekam einen Pfeil in seinen Fuß. Aus Hochmut beugte er sich nicht um den eingedrungenen Pfeil herauszuziehen. Die eiserne Spitze des Pfeils drang bis in die Fersenader ein. Deshalb fiel er der Krankheit Ischias anheim. As bekam einen Dorn in den Fers. Sein Fers wurde dick wie ein Faß. Haris litt an Nasenbluten. Während Eswed sich unter einem Baum vergnügte, stieß er mit seinem Kopf gegen den Baum. Eswed wurde blind. So gingen sie alle zugrunde.
75) Tufail, der Führer des Volktumms Dews, trat vor der heiligen Auswanderung in den Islam ein. Er bat der heiligen Propheten um ein Zeichen für sein Prophetentum, womit er seinen Volksstamm zum Glauben an den Islam aufrufen konnte. Der heilige Prophet betete: “O mein Schöpfer! Laß ihm ein Zeichen zuteil werden!” Später als Tufail zu seinem Stamm kam, glänzte ein Licht zwischen seinen zwei Augenbrauen. Er betete daraufhin so: “O mein Schöpfer! Nimm dieses Licht auf meinem Gesicht weg und setze es, auf eine andere Stelle ein. Einige von denjenigen, die das Licht auf meinem Gesicht sehen, glauben sonst, dass ich dafür bestraft worden sei, aus meine alten Religion auszutreten. Seine Bitte fand Gehör, das geistliche Licht auf seinem Gesicht ging aus. Aber an der Spitze seiner Peitsche glänzte es diesmal wie ein Lämpchen. Seine Angehörigen nahmen alle mit der Zeit den Islam an.
76) In Medina lebte eine schöne Frau vom Stamm Banu Nedschdschar. Ein Geist, der sich in sie verliebt hatte, kam immer zu ihr. Eines Tages nachdem der heilige Prophet nach Medina gezogen war, sass dieser Geist vor dem Haus dieser Frau. Sie erkannte ihn gleich und fragte: “Warum kommst du nicht mehr zu mir?” Er sagte, dass der heilige Prophet den Ehebruch und alle anderen Übeltaten verboten habe.
77) Die Götzendiener töteten beim Krieg Bir-i Maûne siebzig Moslems, indem sie ihr Wort brachen. Während sie Âmir bin Fühaira, der der alte Sklave von St. Ebu Bekr und einer von den ersten Moslems war, mit Bajonetten erstachen, hoben die Engel ihn vor den Augen der Götzendiener in den Himmel empor. Als der heilige Prophet davon hörte, sagte er: “Ihn haben die Engel des Paradies in das Leichentuch eingehüllt und seine Seele ins Paradies getragen.”
78) Die Ungläubigen fingen Hubaib ibn Ady einen der Gefährten des heiligen Propheten, führten ihn nach Mekka und hängten ihn auf. Sie liessen ihn nicht vom Galgen herunter, damit sich die Ungläubigen, die ihn sahen, freuen konnten. Er blieb vierzig Tage lang aufgehängt. Seine Leiche verdarb nicht und stinkte nicht. Der heilige Prophet erfuhr es und schickte heimlich zwei heilige Gefährten Zübair ibn Awwam und Mikdâd ibn Eswed dorthin. Sie nahmen ihn vom Galgen herunter. Bei der Rückkehr nach Medina erreichten sie siebzig Reiter der Ungläubigen. Diese zwei Moslems liessen die Leiche von Habib los, um sich retten zu können. Die Erde verschlang Habib; er war verschwunden. Die Ungläubigen, die diesen Fall erlebten, gingen zurück.
79) Saîd bin Muâz, Friede sei mit ihm, war beim Krieg Uhud und fand dort den Ehrentod. Der heilige Prophet teilte mit, dass bei seinem Todesgebet siebzig tausend Engel anwesend waren. Während man sein Grab ausgrub, roch es dort nach Moschus.
80) Im siebten Jahre nach der Auswanderung schickte der heilige Prophet dem Herrscher, Nedschaschie von Ätiopien, dem persischen Herrscher Hüsraw, Heraklius dem byzantinischen Gouverneur von Ägypten; Hâris, seinem Governeur von Damaskus und Semâme, dem Sultan von Umman, Briefe und forderte alle auf, in den Islam einzutreten. Obwohl die Botschafler die Sprachen der verschiedenen Länder nicht erlernt hatten, konnten sie doch beim Eintritt in ein fremdes Land, die betreffende Sprache sprechen.
81) Zaid ibn Hârise, einer der Gefährten des heiligen Propheten war auf einer langen Reise. Sein Maultierführer, den er gemietet hatte, wollte ihn in einem öden Ort töten. Er bat ihn um Erlaubnis und verrichtete ein Gebet von zwei Rek’as (Gebetseinheiten). Dann hob er seine Hände auf und flehte ALLAH, dem Erhabenen, dreimal an: “Yâ Erchamar-rachimiin! (O der Allbarmherzige!)” Nach jedem Wort wurde die Stimme “Töte ihn nicht!” gehört. Der Maultiertreiber trat hinaus, im Zweifel, dass draussen jemand sei und trat wieder hinein. Bei seinem dritten Eintritt kam ein Reiter mit einem Schwert herein und ermordete den Maultiertreiber. Danach drehte er sich nach Zaid und sagte: “Während du mit dem Gebet: “Ya Erchamar-rachimiin” (O Allerbarmer!) begannst, war ich im siebten Himmel, beim zweiten erreichte ich den ersten Himmel, bei dem dritten war ich schon bei dir.” So merkte er, dass diese Person ein Engel war.
82) Sefina, ein Gefährte des heiligen Propheten, stand immer zu seinen Diensten. Bei einem Krieg gegen die Byzantiner entfernte er sich von den Soldaten und wurde von den Ungläubigen gefangen. Während er befreit wurde und zurückging, traf er einen furchtsamen Löwen. Sefina sagte ihm, dass er ein Diener des heiligen Propheten sei und erzählte, was ihm passiert war. Daraufhin berührte der Löwe Sefinas Kleider, Gesicht und Augen. Er entfernte sich nicht von ihm, damit die feindlichen Soldaten ihn kein Schaden antaten. Erst als sie die islamischen Soldaten erreicht hatten, kehrte er zurück.
83) Einer namens Dschehdschâhi Gaffâri rebellierte gegen den Kalifen St. Osman, Friede sei mit ihm. Den gesegneten Stock, den der heilige Prophet immer in der Hand hielt, zerbrach er auf seinem Knie. Nach einem Jahr bekam er an seinem Knie die Krankheit namens Karbunkel. Wegen dieser Krankheit fand er den Tod.
84) St. Muawije, Friede sei mit ihm, kam von Damaskus anlässlich der Pilgerfahrt nach Mekka und wollte die Kanzel des heiligen Propheten nach Damaskus bringen, um ihr Segen zu erreichen. Als man diese Absicht in die Tat umsetzen wollte, fand eine Sonnenfinsternis statt. Es wurde dunkel und die Sterne erschienen. Daraufhin verzichtete er auf diesen Wunsch.
85) Bei einem Krieg fiel ein Auge von Ebu Katade, Friede sei mit ihm, heraus, und blieb an seiner Wange hängen. Er wurde zu dem heiligen Propheten gebracht. Er legte sein Auge mit Seinen gesegneten Händen in seine Stelle und betete: “O mein Schöpfer! Mach sein Auge schön!” Dieses Auge wurde schöner als das andere. Dieses Auge konnte sogar besser als das andere sehen. Einer von den Enkeln von Ebu Katada kam zu dem Kalifen Omar ibn Abd al-Azîz. Er fragte, wer er ist. Er trug einen Doppelsvers vor und sagte, dass er der Enkel desjenigen sei, dessen Auge der heilige Prophet an seinen Platz legte: Nachdem der Kalif diesen Doppelsvers zugehört hatte, erwies er ihm viel Ehre.
86) Iyâs ibn Seleme erzählt: Während des Krieges Haiber wollte der heilige Prophet St. Ali sehen und entsandte mich dazu. St. Ali hatte Augenschmerzen. Ich holte ihn schwierig, indem ich ihn an seiner Hand hielt. Der heilige Prophet feuchte seine gesegneten Finger mit Speichel an und berührte die Augen von Ali. Danach gab Er ihm die Fahne in die Hände und schickte ihn, um vor dem Tor von Haiber zu kämpfen. St. Ali riß das Tor heraus, das bis dahin nicht geöffnet werden konnte. Hierdurch traten die Gefährten des heiligen Propheten in die Festung Haiber.
Im Buch Schawahid-ün Nübüwwa von Molla Abd ar-Rahmân al-Dschâmî, einem großen Gelehrten des Islams, Friede sei mit ihm, und im Buch “Hudschetullahi alel-âlemîn vom großen Gelehrten Yûsuf-i Nebhânî, stehen noch mehrere Wunder des heiligen Propheten. Das Originalbuch ist persisch. Es gibt auch eine türkische Ausgabe.
Verfasst von islamischebucher