Die Tugenden des Heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm

September 11, 2008

Es gibt hunderte von Büchern, die die Tugenden, nämlich die Vorzüge des heiligen Propheten mitteilten.

Sechsundachtzig von seinen Tugenden sind folgende:

1) Unter den Geschöpfen wurde vor allererst die Seele des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, erschaffen.

2) ALLAH, der Erhabene schrieb Seinen Namen über den Thron des Erhabenen, über die Paradiese und über die sieben Himmel.

3) Auf den Blättern einer Rose, die in Indien wächst, steht Kalima asch-Schahada “Lâ ilâha illa’llâh Muhammeden Rassûlallah” (Es gibt keinen Gott außer ALLAH dem Erhabenen, Muhammed ist Prophet ALLAHs.) geschrieben.

4) Es wurde bezeugt, dass auf der rechten Seite eines Fisches, der in einem Fluß in der Nähe der Stadt Basra gefangen wurde, “ALLAH”, auf der linken Seite “Muhammed”, geschrieben stand. Ähnliche Erlebnisse sind sehr vielfältig vorgekommen. Auf Seite 200 des Buches ‘A History of Fishes’ steht das Bild des Fisches, auf dessen Schwanz Schanullah (Ehre ALLAHS) mit arabischen Buschstaben geschrieben ist. Auf der anderen Seite desselben Schwanzes steht auch ‘Lâ ilâhe ill’allah’ (Es gibt keinen Gott außer ALLAH.) geschrieben. Es gibt viele Beispiele dafür.

5) Es gibt solche Engel, die keine andere Pflicht haben als dass sie den Namen von Muhammed, Friede sei mit Ihm, rezitieren.

6) Der Grund dafür, dass ALLAH, der Erhabene den Engeln befahl, sich vor Adam, Friede sei mit ihm, zu unterwerfen, war, dass er das Licht von Muhammed, Friede sei mit Ihm, auf seiner Stirn trug.

7) In der Zeit des heiligen Propheten Adam, Friede sei mit ihm, wurde im Gebetsruf auch der Name von Muhammed, Friede sei mit Ihm, rezitiert.

8) ALLAH der Erhabene befahl allen seinen Propheten, sie sollten ihren Religionsgemeinschaften anordnen, an Muhammed, Friede sei mit Ihm, zu glauben, falls Er in ihrer Zeit mit der Prophetenschaft betraut werden sein sollte.

9) Im Thora, im Evangelium und in den Psalmen wurde von den Namen von Muhammed, Friede sei mit Ihm, und seinen vier Kalifen und seinen Gefährten und einigen von seiner Religionsgemeinschaft berichtet, sie wurden gepreist und gelobt. ALLAH, der Erhabene gab seinem Geliebten den Namen ‘Muhammed’, den Er aus seinem eigenen Namen ‘Machmud’ ableitete. Außerdem gab Er seinem Geliebten die Namen Raûf und Rachim, die nur Ihm eigen sind.

10) Als der heilige Prophet zur Welt kam, wurde Er von den Engeln beschnitten.

11) Bevor Er zur Welt kam, wurden große Vorzeichen dafür erlebt. All diese Zeichen stehen in den Geschichts-und Gedichtsbüchern, welche auch heute am Geburstag des Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, in den Moscheen vorgelesen werden.

12) Nachdem Er zur Welt gekommen war, waren die Satans nicht mehr imstande, in die Himmel hinaufzusteigen und Nachrichten von den Engeln zu stehlen.

13) Als Er zur Welt kam, fielen alle Götzenbilder, Standbilder auf der Welt um.

14) Seine Wiege wurde von den Engeln geschaukelt.

15) In der Wiege redete Er mit dem Mond am Himmel. Der Mond richtete sich nach die Seite, die Er mit Seinem gesegneten Finger zeigte.

16) In der Wiege begann Er zu sprechen.

17) In seiner Kindheit schwebte eine Wolke über Seinem Kopf, so dass Er im Freien immer im Schatten gehen konnte. Dies dauerte bis zum Beginn seiner Prophetenschaft.

18) Im Alter von 3, von 40, in der Zeit, wo Ihm die Prophetenschaft zuteil wurde, und während Er zum Himmelfahrt geführt wurde, d.h. im Alter von 52, wurde die Brust von St. Muhammed, Friede sei mit Ihm, von den Engeln aufgespaltet und Sein Herz wurde in einem Becken, das sie aus dem Paradies mitgebracht hatten, mit dem Wasser des Paradiesses gewaschen.

19) Jeder Prophet hatte einen Siegel der Prophetenschaft auf der rechten Hand. Der Siegel des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, befand sich auf Seinem linken Schulterblatt, auf der Höhe seines Herzens. Nachdem Gabriel, Friede sei mit ihm, Sein Herz gereinigt und Seine Brust wieder geschlossen hatte, versiegelte er seine Brust mit einem Siegel, den er aus dem Paradies mitgebracht hatte.

20) Er sah auch von hinten so, wie von vorn.

21) Er sah auch im Dunkeln so, wie er im Tageslicht sah.

22) Das Siebengestirn im Kreis der sogenannten Sterngruppe ‘Plejaden’, die in der Nähe des Sternzeichen ‘Stier’ liegt, zählte Er einzeln auf.

23) Durch Seinen Speichel machte Er bitteres Wasser zum Süßwasser. Dadurch heilte Er auch mehrere Kranken. Sein Speichel nützte den Babys wie Milch.

24) Während Seine Augen schliefen, war Sein Herz wach. Auch bei allen Propheten war es ebenfalls so.

25) In Seinem ganzen Leben gähnte Er sich nie. Das war auch bei allen Propheten so.

26) Sein Schweiß duftete so schön wie eine Rose. Als ein Armer ihn um Hilfe bat, da er seine Tochter verheiratete, gab Er ihm Seinen Schweiß, den Er in einen kleine Flasche eingiessen ließ, weil Er nichts anderes zu geben hatte. Immer wenn diese Tochter es auf ihr Kopf und Gesicht auftrug, duftete es im ganzen Haus. Ihr Haus wurde als duftendes Haus bekannt.

27) Er sah höher aus als diejenigen, die neben Ihm hergingen, obwohl Er selber eine mittlere Größe hatte.

28) Wenn Er im Sonnen-oder Mondschein ging, ließ Er keinen Schatten.

29) Weder auf Seine Kleider noch auf Seinen Körper setzten sich Fliegen, Moskitos und andere Insekten.

30) Seine Wäsche wurde nicht schmutzig, auch wenn Er sie lange Zeit anhatte.

31) Immer wenn Er ging, folgten Ihm Engel. Deshalb ließ Er seine Gefährten vorangehen und sagte: “Laßt meine Hinterseite den Engeln!”

32) Wenn Er auf einen Stein trat, hinterliess Sein Fuß auf dem Stein eine Spur. Beim Gehen auf dem Sand hinterließ Er jedoch keine Spur. Wenn Er im freien austrat, brach der Boden auf und sein Harn und ähnliches verschwand im Boden. Dort duftete es dann. Alle Propheten hatten auch die gleiche Vorzüge.

33) Einige tranken sogar Sein Blut aus Liebe an Ihm. Als Er davon hörte, sagte Er: “Wer das tut, den verbrennt die Hölle nicht.”

34) Eine von Seinen größten Wundern ist auch Seine “Himmelfahrt”. Bei dieser heilige Fahrt wurde Er mit dem Paradiestier namens Burak von Mekka nach Jerusalem gebracht und von dort aus in die Himmel und in den Thron des Erhabenen. Ihm wurden aussergewöhnliche Dinge gezeigt. [Dieses Sehen aber hat Er ausserhalb dieses Weltalls im Jenseits erlebt.] Und Er wurde in einem Moment wieder nach Haus zurückgebracht. Das Wunder “Himmelfahrt” wurde keinem von den anderen Propheten zuteil.

35) Seiner Religionsgemeinschaft wurde es zu einer unentbehrlichen Pflicht im Leben einmal für ihn Gebet und Gruß zu rezitieren. ALLAH, der Erhabene, und seine Engel preisen und loben Ihn.

36) Er ist der einzige unter den Menschen und Engeln, dem das meiste Wissen gegeben wurde. ALLAH, der Erhabene, legte die Wissenschaften in Sein Herz. Wie ALLAH, der Erhabene, St. Âdam alle Namen gelehrt hatte, wurde Ihm auch alle Namen und Wissenschaften gewährt.

37) Die Namen, Seiner Religionsgemeinschaft, ihr Aussehen und die Vorfälle, die ihnen passierten, wurde Ihm verkündet.

38) Sein Verstand übergeht den Verstand aller Menschen.

39) Alle guten Eigenschaften, die Menschen aufweisen konnten, wurden Ihm verliehen. Als man Omar ibn Fârıd folgende Frage stellte “Warum hast du den heiligen Propheten nicht gelobt?”, sagte er: “Ich habe verstanden, dass ich nicht imstande bin, ihn zu loben und konnte deswegen kein passendes Wort finden, ihn zu loben und zu schätzen.”

40) ALLAH, der Erhabene, setzte Seinen Namen neben Seinen eigenen Namen, im Glaubensbekenntnis, im Gebetsruf, in vielen Gebeten, in manchen Anbetungen und Predigten, zum guten Ratschlag, in Notfällen, im Grabmal, am Jüngsten Tag, im Paradies und in der Sprache der Wesen in aller Art.

41) Die größte Seiner Tugenden ist, dass Er Habîb’allah ist. Das heißt “Geliebter ALLAHs, des Erhabenen”. ALLAH, der Erhabene, wählte Ihn für sich als Geliebten aus. Er liebt und schätzt Ihn mehr als alle anderen Wesen. Er sagte: “Ich machte auch dich zum Geliebten (Habib), wie Ich (Abraham) mir zum Freund (Halîl) gemacht hatte.”

42) ALLAH, Erhabene, verspricht mit dem 5. Vers der Sure Duchâ (der helle Tag) dem Sinn nach: “Und wahrlich, geben wird dir dein Herr, und du wirst zufrieden sein.”, dass Er Seinem Propheten, Friede sei mit Ihm, alle Wissenschaften und Tugenden, die Vorschriften des Islams Hilfe gegenüber seinen Feinden, Siege und Eroberungen für seine Religionsgemeinschaft, Recht der Fürbitte aller Art und Offenbarungen am Jüngsten Tag verleihen wird. Als der obenerwähnte Vers offenbart wurde, sagte der heilige Prophet zu St. Gabriel: “Ich wäre nicht zufrieden damit, dass einer von meiner Religionsgemeinschaft in der Hölle bleibt.”

43) Sein gesegnetes Herz war jederzeit an ALLAH, den Erhabenen, gebunden. Z.B: in der Nacht, am Tag, beim Wachsein, im Schlaf, in der Einsamkeit, unter dem Volk, auf der Reise, zu Hause, beim Krieg, beim Lächeln, beim Weinen. In manchen Momenten war Er nur damit beschäftigt, sich an ALLAH, den Erhabenen, zu erinnern. Er kam zu seiner Frau St. Aische, damit Er seine irdischen Pflichte erfüllen konnte und sein gesegnetes Herz nach der irdischen Welt richten lässt, und sagte: “O Aische! Unterhalte dich mit mir! Damit ich zu mir Kommen kann.” Danach ging Er zu seinen Gefährten, um zu predigen und zu lehren. Nachdem Er zu Hause, das erforderliche Gebet vom Morgen verrichtete, und sich mit St. Aische ein wenig unterhalten hatte, ging Er zur Moschee, um vor Seinen Gefährten das unentbehrliche Gebet zu führen. Dieser Zustand (Ekstase) von Ihm ist von der Eigenheit des Propheten.

Wenn Er ohne mit St. Aische zu sprechen, hinausgegangen wäre, wäre keiner imstande gewesen, in Sein Gesicht, wegen der himmlischer Offenbarungen und dem Glaubenslicht zu blicken.

44) ALLAH, der Erhabene, sprach im heiligen Koran alle Propheten mit ihren eigenen Namen an, aber Muhammed, Friede sei mit Ihm, mit den Worten “O mein Gesandter”, “O mein Prophet”, und verkündete somit die Charakterzüge, die Ihn hoch werden liessen.

45) Er redete deutlich, in leicht verständlicher Weise. Er sprach jeden arabischen Dialekt. Denjenigen, die von verschieden Ländern kamen und Fragen stellten, antwortete Er in ihren Sprachen. Die Hörer gerieten darüber in Bewunderung. Er sagte einmal: “ALLAH, der Erhabene, hat micht ausgezeichnet ausgebildet.”

46) Er drückte vieles durch wenige Wörter aus. Mehrere heilige Hadithen, zeigen, dass Er der Schatz der Worte ist. Einige Gelehrten sagten: “Muhammed, Friede sei mit Ihm, kündigte, durch vier Hadithen, vier Fundamente an, auf denen die Grundlage des Islams beruht. 1- “Die Handlungen werden nach der Absicht bewertet.” 2- “Was erlaubt ist, ist klar, was Verboten ist, ist auch klar.” 3- “Der Kläger muss Zeugen bringen und der Angeklagte muss schwören.” 4- “Wer das, was er für sich wünschte, nicht auch für seinen Glaubensbruder wünscht, kann den vollkommenen Glauben nicht haben.”

Die Erste von diesen Hadithen bildet eine Grundlage für die Kenntnisse der Pflichtgebete, die Zweite die Grundlage für die Kenntnisse des Handels, die Dritte für die Kenntnisse der Rechtswissenschaft und der politischen Handlungen, die Vierte, die Grundlage der Sitten-und Morallehre.

47) Muhammed, Friede sei mit Ihm, war unschuldig. Er hatte niemals Sünde begangen, sei es bewußt oder unbewußt, groß oder klein, vor oder nach dem Alter von 40. Keine unangenehme Handlung kann Ihm zugeschrieben werden.

48) Es wurde den Gläubigen befohlen, beim Sitzen während des Pflichtsgebets folgendes zu sagen “Es-selâmu alejke ejjuhen-nebijju we rachmetu’llahi we berekâtuhu”, somit wird der heilige Prophet Muhammed, Friede sei mit Ihm, gegrüßt. Es ist nicht erlaubt, beim Pflichtgebet einen anderen Propheten und die Engel zu grüßen.

49) Er zog nicht den Rang und das Sultanat vor, sondern die Prophetenschaft und die Armut. Eines Morgens während Er mit Gabriel, Friede sei mit ihm, redete, sagte Er, dass es in der vorigen Nacht zu Hause nichts zu essen gab. In diesem Augenblick kam Israfil, Friede sei mit ihm, und sagte: “Jeder Stein, den du mit deinen Händen berührst, soll zu Gold, zu Silber und zu Smaragd werden, wenn du es selber so willst. Du darfst auch als Engel die Prophetenschaft führen.” Daraufhin sagte Er dreimal: “Als Diener möchte ich das Prophetentum.”

50) Die anderen Propheten, Friede sei mit Ihnen, führten in bestimmter Zeit, in einem bestimmten Land Prophetenschaft aus. Aber Muhammed, Friede sei mit Ihm, wurde allen Menschen auf der Welt bis zum Jüngsten Tag als Prophet geschickt. Es gibt auch einige Gelehrten, die mitteilten, dass Er auch der Prophet der Engel, der Tiere, der Pflanzen, der leblosen Wesen, kurz gesagt aller Geschöpfe sei.

51) Gnade und Segen des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, erreichten alle Wesen. Sein Segen über die Gläubigen ist offenbar. Die Ungläubigen in den Zeiten der anderen Propheten wurden auf dieser Welt gequält und zugrunde gerichtet. Diejenigen, die an Muhammed, Friede sei mit Ihm, nicht glaubten, jedoch wurden in dieser Welt nicht bestraft. Eines Tages sagte der heilige Prophet zu Gabriel: “ALLAH, der Erhabene, hat verkündet, dass ich der Segen für alle Welten bin. Hast du auch von meinem Segen einen Anteil?” Und Gabriel, Friede sei mit ihm, antwortete so: “Ich hatte vor ALLAH, dem Allmächtigen, immer Angst, indem ich darüber dachte, was für ein Ende ich bekomme. Ich bin von diesem Geisteszustand erst befreit, seitdem ich dir die 20. und 21. heiligen Verse der Sure Tekwir [Das Zusammenfalten] mitbrachte, welcher mich als der Vertrauenswürdige bekannt macht. Könnte man sich denn einen größeren Segen vorstellen?”

52) ALLAH, der Erhabene, wollte die Zufriedenheit des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm. [Wie es in der 42. Tugend erklärt wurde, wird, ALLAH der Erhabene, ihm geben, was er wünscht, bis er zufrieden ist. Dies wird in der Sure Duchâ mitgeteilt.]

53) Die anderen Propheten beantworteten selbst die Anschwärzugen der Ungläubigen. Die Anschwärzugen gegen Muhammed, Friede sei mit Ihm, beantwortete jedoch ALLAH, der Allmächtige und somit verteidigte Er seinen Propheten.

54) Die Anzahl der Religionsmeinschaft des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, ist mehr als die gesamte Anzahl der Religionsgemeinschaften aller anderen Propheten, Friede sei mit Ihnen. Und seine Religionsgemeinschaft ist vorzüglicher und ehrenwerter als die anderen. In den heiligen Aussprüchen des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, wird gesagt, dass zwei Drittel von denjenigen, die das Recht haben werden, ins Paradies zu kommen, aus seiner Religionsgemeinschaft besteht.

55) Im Buch “Mewâhib el-Ledünnijje” stehen folgende Hadithe: “Ich flehte meinen Rabb (Herrn) darum, dass sich meine Religionsgemeinschaft nicht im Irrweg einigt. Er hat meine Bitte Gehör geschenkt.” Eine andere Hadîth lautet: “ALLAH, der Erhabene, hat euch vor drei Dingen beschützt. Das Eine ist, dass ER euch davor behütet hat, euch im Irrweg zu einigen.” Das Zweite ist, dass jemand, der an einer der Infektionskrankheiten stirbt, wie ein Märtyrer belohnt wird. Das Dritte ist, dass ein Moslem ins Paradies kommt, wenn zwei fromme Moslems durch diese Aussage bezeugen: “Wir kannten ihn als einen guten Menschen.” Und auch in den anderen Hadithen äußerte der heilige Prophet: “Die Meinungsverschiedenheit meiner Gefährten ist für euch eine Gunst.” “Die Differenzen unter meiner Religionsgemeinschaft [dass sich Seine Gemeinschaft in rituellen Handlungen in vier Rechtsschulen teilen], ist eine Gnade für die Menschen.” Während die Gläubigen versuchen, die Wahrheit, die Richtigkeit zu erreichen, gehen ihre Ansichten auseinander. Aber ihre Bestrebungen darüber wandeln sich in Segen um. Diese letzte Hadith verleugneten zwei Gruppen von den Menschen: Eine davon heißt Madschin, die andere Mulchid. Madschin ist ein Betrüger, der die Religion im Namen seiner irdischen Erwartungen auszunutzen versucht. Und Mulchid ist ein Ketzer, der die Verse des heiligen Korans, nach irdischen Vorteilen interpretiert. Yahya ibn Said sagt: Die islamischen Wissenschaftler vereinfachen die Religion. Einer von ihnen erklärt eine Handlung als erlaubt, ein anderer als verboten. Die Dinge, die den frommen Menschen erlaubt sind, werden von ihnen zu der Zeit der Unruhe und des Niedergangs als verboten gewertet. Das Zweite von den obenerwähnten drei Dingen ist, dass einer, der an einer ansteckenden Krankheit stirb, den Märtyrerrang erreicht. Das Dritte ist, dass ein Gläubiger ins Paradies geht, wenn zwei Moslems bezeugen, dass er ein frommer Moslem war.

Die obenerwähnte Hadithen zeigen, dass die Übereinstimmung der islamischen Gelehrten zu den Quellen des Islams zählen, sie sind eine von den vier Quellen für die islamischen Wissenschaften und für die vier islamischen Rechsschulen. Die Rechtsschulen im Islam sind eine Gnade ALLAHs, des Erhabenen.

56) Der Lohn, der dem heiligen Propheten verliehen wird, ist viel mehr als die, die den anderen Propheten verliehen werden. Die Belohnung, die derjenige erhielt, der ein geschätztes Gebet (Ritus) verrichtete oder eine Wohltat erwies, wird auch seinem Lehrer verliehen. Dem Lehrer seines Lehrers wird viermal so viel, dem Lehrer des zweiten Lehrers achtmal so viel, auch dem Lehrer des letzten Lehrers sechszehnmal so viel verliehen, somit wird jedem Lehrer in der Kette, die bis den heiligen Propheten erreicht, zweimal so viel Belohnung als die seines Lehrers gegönnt. Z.B: dem zwanzigsten Lehrer eines Wohltäters wird 524 288 fach große Belohnung ALLAHs des Erhabenen verliehen. Wenn man nach dieser Rechnung die Anzahl der Gaben des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, die ihm durch jede Wohltat oder Gebete seiner Gemeinschaft verliehen, werden, auszurechnen versucht, so gibt es keinen ausser ALLAH, dem Erhabenen, der die Anzahl aller Belohnungen wissen kann. Es wurde mitgeteilt, die Nachfolger der Gefährten von St. Muhammed, Friede sei mit Ihnen, seien vorrängiger als ihre Nachfolger. Dieser Vorrang kommt von der Anzahl ihrer Belohnungen her.

57) Es wurde verboten Ihn mit seinem Namen zu rufen, Ihm gegenüber laut zu reden, Ihn von weitem her zu rufen und vor Ihm zu gehen. Die Religionsgemeinschaft anderer Propheten, Friede sei mit Ihnen, riefen Sie mit ihren Namen.

58) Auch der Engel Seraphim, Friede sei mit ihm, kam oftmals zu dem heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm. Zu den anderen Propheten, Friede sei mit Ihnen, kam nur Gabriel.

59) Er sah Gabriel, Friede sei mit ihm, zweimal mit seiner eigentlichen Beschaffenheit. Gabriel war keinem anderen Propheten so erschienen wie Ihm.

60) Ihm selbst kam Gabriel, Friede sei mit ihm, vierundzwanzig tausend mal. Dahingegen kam er unter anderen Propheten, Friede sei mit Ihnen, am meisten zu Moses, Friede sei mit ihm, nähmlich vierhundert mal.

61) Es ist erlaubt, bei den Namen des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, zu schwören, aber es ist nicht erlaubt, bei den Namen der anderen Propheten und anderer Engel zu schwören.

62) Es wurde verboten, nach dem Tod des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, seine gesegneten Frauen zu heiraten, deshalb wurde mitgeteilt, dass sie die Mütter aller Moslems sind.

Die Frauen der anderen Propheten, Friede sei mit Ihnen, waren ihnen nicht behilftlich. Aber die gesegneten Frauen des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, dienten Ihm weiter als Beraterinnen in weltlichen und religiösen Angelegenheiten. Sie mußten Armut erleben und aushalten, sich immer dankbar zeigen und leisteten zur Verbreitung des Islams viele Dienste.

63) Die ehrwürdigen Tochter und ehrwürdigen Frauen, Friede sei mit ihnen, des heiligen Propheten sind die vorzüglichsten der Frauen auf der Welt. Alle seine Gefährten sind die vorzüglichsten aller Menschen, außer den Propheten. Die heilige Stadt Mekka, und die heilige Stadt Medina, wo Er sein Leben geführt hat, sind die wertvollsten Orte der Welt. Für ein Gebet, das in seiner Moschee verrichtet wird, wird eine tausendfache Belohnung verliehen. Das ist auch für die anderen Riten gültig. Der Ort zwischen Seinem Grab und Seiner Kanzel ist so wertvoll wie ein Garten im Paradies. Er sagte: “Derjenige, der mich vor meinem Grabmal besucht hat, ist gleich mit jemandem, der mich in meinem Leben besucht hat. Ein Moslem, der in Haremejn [in der Stadt Mekka bzw. Medina] gestorben ist, wird am Jüngsten Tag als Vertrauenswürdiger auferweckt.” Die Städte Mekka und Medina werden als heilige Städte bezeichnet.

64) Die Bluts und Eheverwandschaft bringt am Jüngsten Tag keinen Nutzen. Aber dieses Urteil gilt nur unter Ausschluß von den Verwandten des heiligen Propheten.

65) Jeder Stamm setzt sich durch Söhne fort. Die Nachkommenschaft des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, wird aber durch Seine Tochter St. Fâtıma fortgesetzt.

66) Der richtige Gläubige, der Seinen gesegneten Namen trägt, kommt nicht in die Hölle.

67) Jedes Wort, sowie jede Handlung von Ihm ist richtig. Jedes Urteil wurde von ALLAH, dem Erhabenen, bestätigt.

68) Jedem Menschen ist es unentbehrliche Pflicht, Ihn zu lieben. Er kündigte: “Wer ALLAH, den Erhabenen, liebt, liebt mich (auch)” Die Zeichen dafür, Ihn zu lieben, sind, sich Seiner Religion nach zu richten, auf Seinem Weg zu gehen, sich Seine Sitte und Seinen Charakter anzueignen. Im heiligen Koran heißt es dazu: “Wenn ihr mir folgt, dann liebt euch ALLAH, der Erhabene.”

69) Seine Familienangehörigen, Friede sei mit ihnen allen, zu lieben ist nötige Pflicht für alle Gläubige. Er sagte: “Wer gegen meine Familienangehörigen feindlich gesinnt ist, ist ein Heuchler.” Für Seine Angehörigen ist es Verboten, Armensteuer anzunehmen. Sie sind Seine Frauen und die Gläubigen, die von der Nachkommenschaft Seines Großvaters namens Haschim stammen. D.h. sie stammen gleichzeitig von der Nachkommenschaft von Ali, Ukail, Ca’far-i Tayyâr und Ibn Abbas.

70) Alle Seiner Gefährten zu lieben ist ein unerläßliches-Gebot. Er sagte: “Seid nach mir nicht feindlich gesinnt gegen meine Gefährten! Gegen sie feindselig zu sein, ist gleich mit dem, dass man gegen mich feindselig ist. Sie zu lieben bedeutet, mich zu lieben. Wer sie gekränkt hat, wird mich gekränkt haben. Und ALLAH, der Erhabene, bestraft den, wer MICH gekränkt hat.”

71) ALLAH, der Erhabene, erschuf für den heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, zwei Helfer im Himmel und zwei Helfer auf der Erde. Sie sind Gabriel, Michael Ebu Bekr und ’Omar, Friede sei mit ihnen allen.

72) Jeder Mensch hat einen Mitgänger von Geistern (Dschinnen). Dieser ist ungläubig. Er flüstert immer Schlechtes ein, versucht, dass der Mensch aus dem Islam austritt und dass er Übeltat begeht. Der heilige Prophet bekehrte den Geist, Seinen Mitgänger, zum Islam.

73) Jedem, der nach den Pubertätsjahren stirbt, ob Mann oder Frau, wird im Grab nach dem heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, gefragt. Ebenso wird auch gefragt, wer sein Prophet und Sein Schöpfer ist.

74) Die Hadithen (die heiligen Worte) des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, zu rezitieren ist ein Gebet. Wer sie rezitiert, erwirbt die Belohnung ALLAHs, des Erhabenen. Mit dem Zweck, Hadithen zu rezitieren, die rituelle Reinigung durch zu führen, sich saubere Kleider anzuziehen, sich mit angenehmen Duft zu besprühen, die Hadith-Bücher auf ein höheres Regal zu legen, für diejenigen, die beim Lesen hereinkommen, nicht aufzustehen, beim Hören nicht zu reden, ist ein empfohlenes Gebet. Diejenigen Gläubigen, die immer die Hadithen rezitieren, haben ein lichtvolles, schönes Gesicht. Diese Bedingungen sollte man auch während der Rezitation des heiligen Korans beachten.

75) Während der heiligen Propheten starb, brachte Gabriel, Friede sei mit ihm, ihm den Gruß ALLAHs, des Erhaben, und sagte, dass Er nach Seinem Wohl fragte, und teilte mit, dass er bald sterben werde. Ausserdem überbrachte er über ihn und seine Glaubensgemeinschaft viele gute Nachrichten.

76) Der Todesengel, Friede sei mit ihm, kam in der Gestalt eines Menschen zu Ihm, um Seine gesegnete Seele mitzunehmen, und bat Ihn darum, ihn hereinzulassen.

77) Der Erdboden, welches in seinem Grabmal liegt, ist wertvoller, geschätzter als alle Orte, auch als die heilige Kaaba und das Paradies.

78) Er führt nun Sein Leben in Seinem Grabmal in einer anderen Dimension. Er rezitiert den heiligen Koran und verichtet das Gebet. Die anderen Propheten, Friede sei mit Ihnen, sind auch ebenso lebendig.

79) Die Engel, die hören, dass die Gläubigen überall auf der Welt Lob und Grußgebet für den heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, rezitieren, teilen Ihm das in Seinem Grabmal mit. Jeden Tag wird Sein Grabmal von tausenden von Engeln besucht.

80) Die Handlungen und die Pflichtgebete Seiner Religionsgemeinschaft werden Ihm täglich morgens und abends gemeldet und gezeigt. Er sieht auch die Täter. Er betet um die Vergebung der Sünder.

81) Den Frauen ist es erlaubt und empfohlen, sein Grab zu besuchen. Sonst ist ihnen der Besuch der anderen Gräber erst dann erlaubt, wenn sie zu einsamen Zeiten gemacht wird.

82) Auch nach Seinem Tod wie in Seinem Leben schenkt ALLAH, der Erhabene, dem Gehör, der jede Zeit Ihm zuliebe betete. Ein Dörfler kam an Sein Grab und betete so: “O mein Schöpfer! Du hast angeordnet, Sklaven frei zu lassen. Hier ist Dein Prophet im Grab. Und ich bin auch einer von Deinen Sklaven. Du mögest mich vor Höllenqual befreien!” Gleich darauf wurde gehört: “O mein Diener! Warum hast du nur um deine eigene Rettung gebeten? Warum hast du nicht auch um alle von meinen Dienern Fürbitte eingelegt? Los geh schon! Ich habe dich von der Höllenqual geschützt.” Hatam al-Asem, einer von den Heiligen kam zum Mauseleum des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, und flehte so: “O mein Schöpfer! Ich habe die Türbe von Deinem Propheten besucht! Laß micht nicht mit leeren Händen zurück kommen!” Gleich danach wurde folgendes gehört: “O mein Diener! Ich habe gehört, dass du die Türbe meines Geliebten besucht hast. Ich habe dir und mit dir den anderen Besuchern vergeben.”

Imâm al-Kastalânî erzählt: “Einige Jahre lang war ich krank. Die Ärzte konnten mich nicht heilen. In einer Nacht flehte ich St. Muhammed, Friede sei mit Ihm, an. In derselben Nacht träumte ich von einem, der in seiner Hand ein Blatt Papier trug auf dem folgendes stand: “Hier sind die Medikament für die Krankheit von Imam al-Kastalânî, sie sind durch Erlaubnis des heiligen Propheten verschrieben worden.” Als ich wach wurde, war ich von meiner Krankheit befreit. Er erzählte wieder: “Ein Mädchen hatte die Krankheit Epilepsie bekommen. Ich flehte mehrmals ALLAH den Erhabenen, an, damit ER Heilung gewährte. Danach brachte mir einer im Traum den Geist, der das Mädchen krank gemacht hatte und sagte, dass der heilige Prophet diesen Geist mitschickte. Auch ich war ihm böse und schrie. Er versprach mir, dass er das Mädchen nicht weiter kränkt und ich wurde wach. Ich wurde zum meiner größten Freude benachrichtigt, dass das Mädchen gesund wurde.

83) Vom Grab wird zu erst der heilige Prophet auferweckt werden. Bei der Auferweckung wird Er ein Kleid aus dem Paradies tragen. Er wird mit dem Paradiestier namens Burak zum sogenannten Versammlungsort “Machscher” reiten. Dabei wird Er in der Hand eine Flagge namens “Liwâ ul-Hamd” halten. Die Propheten und alle Moslems werden sich unter dieser Flagge versammeln. Alle werden sich bei der tausendjährigen Erwartung sehr langweilen. Zuerst werden sie zu dem Propheten Adam, Friede sei mit ihm, gehen, dann zu Noah, Abraham, Moses und Jesus, Friede sei mit ihnen, und sie werden von ihnen verlangen, für sie die Fürbitte für den Beginn der Vernehmung einzulegen. Aber jeder von den Propheten wird durch eine von ihnen vorgebrachte Entschuldigung, zum Ausdruck bringen, dass sie sich vor ALLAH, dem Erhabenen, schämen und fürchten und deswegen keine Fürbitte für sie einlegen können. Danach werden sie zu dem heiligen Propheten Muhammed kommen und Ihn anflehen. Er wird sich zu Boden werfen und beten. Sein Beten wird Gehör finden. Zuerst wird seine Religionsgemeinschaft zur Rechenschaft gezogen werden, danach werden diese über die Sırat genannte Brücke gehen, von dort werden sie ins Paradies eintreten. Jeder Ort, wohin sie gehen, wird beleuchtet werden. Während St. Fâtıma, Friede sei mit ihr, über Sırat geht, wird eine solche Stimme gehört “Macht eure Augen zu! Die Tochter des heiligen Propheten Muhammed, Friede sei mit Ihm, kommt vorbei.”

84) Er wird sechs Fürbitten einlegen: Erstens wird Er durch seine “Makam-ı Machmûd” genannte Fürsprache alle Leute von der Erwartungsqual am Versammlungsort des Jüngsten Tages befreien.

Zweitens wird Er durch seine Fürbitte mehrere Leute ohne Rechenschaft ins Paradies hineinbringen.

Drittens wird Er diejenigen, die die Höllenqual verdient haben, davon befreien.

Viertens: Die Gläubigen mit mehreren Sünden wird Er aus der Hölle herausholen.

Fünftens wird Er für die Gläubigen, deren Gutes und Sünden gleich sind und am Ort namens A’râf warten, Fürbitte einlegen, damit sie ins Paradies gehen können.

Sechstens wird Er dafür Fürbitte einlegen, dass die Ränge im Paradies befördert werden. Jeweils siebzigtausend Menschen werden durch die Fürbitte der siebzigtausend Menschen, die der heilige Prophet durch seine Fürsprache von der Rechenschaft befreit hat, ohne jenseitige Rechenschaft ins Paradies hineintreten.

85) ALLAH, der Erhabene, sagt: “Hätte ICH Ihn nicht erschaffen, so hätte ICH nichts erschaffen.”

86) Der Name der höchsten Stellung im Paradies des heiligen Propheten, Friede sei mit Ihm, heißt ‘Wesile’. Diese Stellung ist -der höchste Rang im Paradies- In dieser Stellung liegt die Wurzel des Baumes namens (Sidret-ül Müntehâ), dessen Äste bis zu jedem von den Paradiesbewohnern reichen. Jede Gabe für die Menschen im Paradies kommt aus diesen Ästen.


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