Die Sittsamkeit und Gewohnheiten des Heligen Propheten

September 11, 2008

Fünfzig der guten Charaktereigenschaften und guten Sitten des heiligen Propheten sind unten dargelegt:

1- Der heilige Prophet Muhammed, Friede sei mit Ihm, ist vorzüglicher als andere Propheten an Wissen, religiöser Bildung, Verständnis, Festglaube, Vernunft, Intelligenz, Freigebigkeit, Bescheidenheit, Milde, Mitleid, Geduld, religiöser Eifer, patriotischer Eifer, Loyalitat, Vertrauenswürdigkeit, Tapferkeit, Erhabenheit, imponierenden Aussehen, Stilreinheit der Sprache, Redekunst, Scharfsinn, Lieblichkeit, Frömmigkeit (Sichfernhalten von den verdächtigen Dingen), Keuschheit, Großmut, Gerechtigkeit, Schamgefühl, und Sichfernhalten von “Verbotenem”. Unter der Not, die Seine Freunde und Seine Feinde verursachten, litt Er und Er vergab es ihnen. An keinem von ihnen rächte Er sich. Beim Krieg Ohod, als die Ungläubigen Seine gesegnete Wange bluten liessen, Seine gesegneten Zähne zerschlugen, betete Er für die Täter: “O mein Schöpfer! Du mögest ihnen vergeben! Habe Nachsicht mit ihnen ihrer Unwissenheit wegen!”

2- Er hatte großes Mitleid. Er tränkte die Tiere und wartete dabei, mit dem Wassergefäß in der Hand, bis sie sich ganz satt getrunken hatten. Er putzte das Gesicht und die Augen des Pferdes, das Er ritt.

3- Er antwortete jedem, der Ihn rief, mit dem Wort “Lebbejk” (Hier! ja, bitte!). Er überschlug niemals seine Beine und Er streckte sie nie vor anderen aus, Er saß immer auf seinen Knien. Immer wenn Er auf seinem Reittier einen Fussgänger sah, ließ Er ihn hinter sich sitzen.

4- Er machte sich nicht groß bei anderen Menschen. Bei einer Reise sollte ein Schaf gebraten werden. Einer sagte: “Das Schaf schlachte ich selbst.” Ein anderer: “Sein Fell ziehe ich ab.” Der dritte: “Und ich werde es braten.” Daraufhin sagte der heilige Prophet: “Ich sammle Holz fürs Feuer”. Da sagten alle anderen zusammen: “O Prophet des Erhabenen! Friede sei mit ihm, Erholen Sie sich bitte! Wir sammeln das Holz schon.!” Dagegen sagte der heilige Prophet: “Ja, ich weiß, dass ihr alles erledigen könnt! Aber es gefällt mir nicht, mich von denen, die arbeiten, zu trennen und allein zu sitzen. Denn ALLAH, der Erhabene, liebt den nicht, der sich von seinen Freunden trennt und sitzt.” Er stand auf und ging um Holz zu sammeln.

5- Wenn Er zu seinen Gefährten, Friede sei mit ihnen allen, kam, setzte Er sich nicht auf die Beste sondern auf eine günstige Stelle. Eines Tages, als Er mit seinem Stock auf der Straße ging, standen diejenigen auf, die ihn gesehen hatten. Daraufhin sagte Er: “Steht nicht für mich so auf, wie die die einander ehrerbietige Haltung erweisen! Ich bin auch ein Mensch wie ihr. Ich esse und trinke, wie es jeder tut und setze mich, wenn ich erschöpft bin.

6- Er saß oft niederkniend. Es wurde aber auch gesehen, dass Er seine Knie an sich zog und dabei Seine Arme um sie schlug. Beim Essen, Anziehen, kurz gesagt, bei jeder Gelegenheit hielt Er sich immer mit seinen Dienern gleich. Er half ihnen bei ihren Diensten. Es kam niemals vor, dass Er einen von ihnen geschlagen, beschimpft, oder verflucht hätte. Enes ibn Malik, der immer in seinem Dienst stand, erzählt: “Ich habe ihm zehn Jahre lang gedient. Der Dienst, den Er mir geleistet hat, ist größer als der, den ich Ihm erwiesen habe. Er hat mich nie gekränkt und mit mir niemals streng geredet.

7- Die Löcher und Risse in Seinen Kleidern nähte Er selbst, melkte Seine Schäfe und fütterte seine Tiere. Die Waren, die Er im Basar gekauft hatte, trug Er selber nach Haus. Auf der Reise fütterte Er selbst seine Tiere, ab und zu striegelte und putzte Er sie auch. Diese Dienste leistete Er manchmal selbst, manchmal aber half Er seinen Dienern dabei.

8- Er folgte den Dienern der Leute, die Ihn zu sich riefen, den damaligen Sitten von Medina gemäß, indem Er Hand in Hand mit ihnen lief.

9- Er besuchte die Kranken und beteiligte sich an ihrer Beerdigung. Um ihr Herz zu gewinnen, besuchte Er auch die Kranken der Ungläubigen und der Heuchler.

10- Nachdem Er als Vorbeter das Morgengebet verrichtet hatte, saß Er der Gemeinschaft gegenüber und sagte: “Ist einer von meinen Brüdern, der gerade nicht hier ist, wohl krank? Dann besuchen wir ihn.” Wenn keiner krank war, sagte Er diesmal: “Hat jemand eine Beerdigung? Dann leisten wir ihm Hilfe.” Wenn jemand starb, leistete Er beim Waschen, bei der Einhüllung in das Leichentuch Hilfe, ließ sein Todesgebet verrichten und kam bis zum Grab. Wenn es keine Beerdigung gab, sagte Er: “Wer einen Traum hat, soll ihn erzählen! Wir legen ihn aus.”

11- Wenn Er einen vor seinen Gefährten drei Tage lang nicht sah, fragte Er nach ihm. Wenn derjenige, der seit drei Tagen nicht erschien, auf eine Reise gegangen war, rezitierte Er für ihn Segenswunsch; wenn er noch in der Stadt war, besuchte Er ihn.

12- Er selber grüßte den Moslem zuerst, dem Er auf dem Weg begegnete.

13- Er ritt Kamel, Pferd, Maultier und Esel, manchmal ließ Er auch jemanden hinter sich auf dem Tier sitzen.

14- Er diente seinen Gästen, seinen Gefährten und sagte dabei: “Der vorzüglichste Mensch einer Gemeinschaft ist der, der ihr dient.”

15- Man hörte Ihn nie laut lachen. Während Er lachte, erschienen Seine Vorderzähne selten. Er lächelte leise.

16- Er sah immer nachdenklich und traurig aus und sprach wenig. Wenn Er zu reden begann, lächelte Er.

17- Er redete niemals überflüßig und unnützlich. Wenn es nötig war, redete Er lehrreich und deutlich. Er wiederholte manchmal dreimal, damit es besser verstanden wurde.

18- Spaß trieb Er mit Fremden, Bekannten, Kindern, mit alten Frauen und Seinen eigenen Frauen. Aber nichts hinderte Ihn daran, ALLAHs, des Erhabenen jeden Moment zu gedenken.

19- Keiner konnte Ihm ins Gesicht schauen vor Seiner Erhabenheit. Als einer zu Ihm kam und Ihm ins Gesicht blickte, schwitzte dieser. Daraufhin sagte der heilige Prophet: “Geniere dich nicht! Ich bin kein Kaiser, ich bin kein Quäler. Ich bin der Sohn einer armen Frau, die von trockenem Brot lebte.” Mit diesem Wort hatte der Mann keine Angst mehr und erst dann begann er seinen Kummer zu erklären.

20- Er hatte keine Nachtwächter, keine Türhüter. Alle kamen einfach zu Ihm und erklärten Ihm ihre Sorgen.

21- Sein Schamgefühl war sehr viel. Er genierte sich, dem ins Gesicht zu schauen, mit dem Er redete.

22- Er sagte keinem seine Schande direkt ins Gesicht. Er beklagte sich bei keinem und klatschte niemals über jemand. Wenn Ihm ein Wort oder eine Tat eines anderen nicht gefiel, sagte Er nur: “Warum tun manche Leute denn so etwas?… ”

23- “Es gibt keinen außer mir unter euch, der sich vor ALLAH, dem Erhabenen, mehr fürchtet und IHN am besten erkennt.” sagte Er, obwohl Er Geliebter und Gesandter ALLAHs des Erhabenen, war. Er sagte: “Wenn ihr sehen würdet, was ich sehe, würdet ihr selten lachen, aber öfters weinen.” Immer wenn Er am Himmel Wolken sah, betete Er: “O mein Schöpfer! Bring uns durch diese Wolken keine Qual, die über uns herunter kommt!” wenn es wehte, betete Er: “O mein Schöpfer! Sende über uns den guten Wind!” Wenn es donnerte, sagte Er: “Lass uns nicht sterben ohne Deine Zufriedenheit! Schick uns nicht Deine Qual! Verleih uns Segen und Wohlbefinden!” Beim Beginn seines Gebets hörte man aus Seiner Brust eine Stimme ähnlich wie die eines seufzend Weinenden. Während Er den heiligen Koran rezitierte, kam auch dasselbe vor.

24- Seine seelische Kraft und Seine Tapferkeit waren von erstaunlichem Maß. Beim Krieg Hunain zerstreuten sich die Moslems, damit sie die Beute erwerben konnten. Und der heilige Prophet blieb nur mit drei oder vier Soldaten zurück. Die Ungläubigen griffen sofort an. Der heilige Prophet leistete ihnen Widerstand und ließ sie entfliehen. Denselben Notfall erlebte Er noch einige Male. Trozdem zog Er sich niemals zurück.

25- Ein Schäfer namens Rügane war sehr kräftig, so das er auf einem Stück Rindleder stand, und es zogen zehn kräftige Männer an den Ränden des Leders. Obwohl das Rindleder zerrissen wurde, bewegte er sich nicht von seiner Stelle. Der heilige Prophet fragte ihn: O Rügâne! Warum wirst du nicht Moslem? Er erwiderte: Kannst du bezeugen, dass du Prophet bist? Der heilige Prophet sagte: Wir wollen ringen. Wirst du Moslem, wenn ich gewinne? Er erwiderte: “Wenn Du mich zu Boden streckst, dann nehme ich den Islam an.” Beim ersten Kampf lag Rigane unter. Daraufhin sagte er: “Es stimmt doch etwas nicht. Wir sollten es wiederholen.” Beim zweiten Kampf wurde er wieder nieder geschlagen. Als er beim dritten Mal auch zu Boden gestreckt wurde, sagte er: “Ich nehme niemals den Islam an. Ich hatte mit dir gespottet. Ich rechnete niemals mit Niederlage. Jedoch hat mir deine große Kraft gefallen.” Und er schenkte dem heiligen Propheten seine Herde.

26) Er war sehr freigebig. Hunderte von Kamelen und Schäfen spendete Er und ließ für sich nichts übrig. Zahlreiche hartherzige Ungläubigen traten in den Islam ein, nachdem sie von Ihm solche Geschenken bekommen hatten.

27) Er sagte niemand, der von Ihm etwas verlangte, dass Er es nicht hätte. Wenn Er das Verlangte hatte, gab Er es. Sonst blieb Er still.

28) Obwohl ALLAH, der Erhabene, sagte “Wünsche! Ich gebe Dir!, wünschte Er keine irdischen Reichtümer. Er hat niemals Brot aus gesiebtem Weizenmehl gegessen. Er aß immer Brot aus nicht durchgesiebten Gerstenmehl. Er aß sich niemals satt. Er aß das Brot ohne Zukost oder mit Datteln oder mit Essig, oder mit Obst oder mit einer Speise oder mit Olivenöl. Er aß auch Huhn-, Hasen-, Kamel-, Gazellen-, Fisch-, Dörrfleisch und Käse. Ihm schmeckte besonders der Arm des Lammes. Er hielt das Fleisch mit der Hand und biß es ab. Es ist auch erlaubt, es mit dem Messer geschnitten zu essen. Er trank oft Milch und aß oft Datteln. Es gab auch Zeiten, wo bei Ihm zu Hause zwei oder drei Monate lang nichts gekocht und gebraten wurde. Dann wurden nur Datteln gegessen. Er nahm manchmal zwei oder drei Tage lang keinen Bissen zu sich Nach seinem Tod stellte es sich heraus, dass Er einem Juden seine Panzerjacke für dreißig Kilogramm Gerste als Pfand gegeben hatte.

29) Er sagte niemals, dass Ihm das Essen nicht schmeckte. Wenn es ihm gut schmeckte, aß Er davon, wenn nicht, so sprach Er nicht über Essen.

30) Er aß jeden Tag einmal. Manchmal aß Er am Morgen, manchmal am Abend. Wenn er nach Hause kam, fragte Er: “Gibt es etwas zu essen?, wenn nicht, fastete Er.

Er aß nicht auf dem Tischtuch, auf dem Tablett, oder auf dem Tisch, sondern legte es auf den Boden, dann aß Er niederkniend und ohne sich irgendwohin zu stützen. Er begann im Namen ALLAHs, des Erhabenen, zu essen. Beim Essen benutzte Er seine rechte Hand.

31) Er legte manchmal seinen neun Frauen und einigen Dienern für ein Jahr Gerste und Datteln zur Seite, Er gab auch davon den Armen als Armensteuer.

32) Ihm schmeckten unter den Speisen und Früchten besonders Hammelfleisch, Fleischbrühe, Kürbis, Süssigkeiten, Honig, Datteln, Milch, Milchrahm, Wassermelone, Zuckermelone, Trauben, Gurke und kühles Wasser besonders gut.

33) Er trank das Wasser langsam, mit Besmele (Bismillachirrahmanirrachim) und in drei Phasen. Am Ende sagte Er: “El-hamdu lillâh” (ALLAH, dem Erhabenen, sei Dank) und betete auch.

34) Wie jeder Prophet nahm Er nichts von der Almosensteuer und kein Almosen. Aber Er nahm Geschenke an und erwiederte ihnen reichlich.

35) Er trug passende Kleidungen aller Art, deren Anziehen erlaubt ist. Er zog sich ungenähtes Gewand aus dickem Stoff an. Er hüllte sich mit Lendentuch um, trug auch ein Hemd und einen Talar. Seine Gewände waren meistens aus Baumwolle, Wolle oder Fell. Meistens zog Er sich ein weißes Kleid, manchmal auch ein grünes an. Ab und zu trug Er auch ein genähtes Kleid. Am Freitag, bei den religiösen Festtagen, beim Empfang der fremden Botschafter und bei den Kämpfen zog Er sich auch ein wertvolles Talar und ein grünes, rotes oder schwarzes Kleid an. Er deckte Seine Arme bıs zum Handgelenk, Seine gesegneten Füße bis zum mittleren Teil zwischen dem Fuß und Knie.

Es steht im Buch Schemail-i scherif von Imâm-ı Tirmüzî: “Es gefiel ihm ein Hemd zu tragen. Die Arme Seines Hemdes reichten bis zu Handgelenken. Sein Hemd hatte keinen Knopf auf den Armen und auf den Kragen. Seine Schuhe waren aus Leder und hatten ein Halsband und zwei Kubals. Kubal heißt Gürtel, ein Ende ist auf das Halsband genäht, dessen zweites Ende ist auf die Spitze des Schuhes genäht. Kubal geht zwischen zwei Zehen hindurch. Wenn man sich eine Kleidung und Schuhe anzieht, beachtet man die Sitten. Den Sitten zu widersprechen, wird als Anlaß angesehen, berühmt werden zu können. Man sollte es vermeiden, auf diesem Weg berühmt zu werden. Als Er nach Mekka ging, trug Er auf dem Kopf einen schwarzen Turban.”

36) Er bedeckte mehrmals mit weißem – manchmal schwarzem-Trubantuch seinen Kopf und ließ das Ende eine Spanne lang auf die Schulter hängen. Sein Turban war weder groß, noch klein, sondern 3,5 Meter lang. Er hüllte Seinen Turban ohne Käppchen um. Manchmal trug Er ein paspeliertes Käppchen ohne Turban.

37) Er ließ den Bräuchen in Arabien gemäß seine Haare über die Ohren bis zur Mitte wachsen, den übrigen Teil ließ Er ab schneiden. Er ölte seine Haare ein. Auf die Reise nahm Er auch Olivenöl in einer Flasche mit. Nachdem Er seine Haare eingeölt hatte, legte Er auf seinen Kopf zuerst das Turbantuch, dann setzte Er darauf sein Kopftuch an. Somit zeigte Er seine eingeölten Haare nicht. Manchmal ließ Er seine Haare lang wachsen und ließ sie über seine Brust von den beiden Seiten hängen. Am Tag, wo Er die heilige Stadt Mekka erobert hatte, ließ Er seine Harre auf dieser Weise auf seiner Brust hängen.

38) Er trug Moschus oder andere Düfte auf Seine Hände, Seinen Kopf und Sein Gesicht, räucherte sich mit Kampferkraut und echtem Aloe.

39) Sein Bett war aus, mit Dattelfasern ausgefülltem, gegerbtem Leder. Als man Ihm ein mit Schafwolle ausgefülltes Bett brachte, nahm Er es nicht an und sagte zu St. Aischa, Friede sei mit ihr: “O Aischa! Ich schwöre bei ALLAH, dem Erhabenen, wenn ich es wünschte, hätte ich mit ALLAHs Erlaubnis überall, wohin ich gehe, Gold und Silberhaufen bei mir.” Manchmal schlief und erholte Er sich auf einer Strohmatte, auf einem Holz Bett, auf einer Matratze aus Filz oder aus Schafwolle oder auf dem blosen Boden.

(Ibni Abidin, Friede sei mit ihm, schreibt zu Beginn vor dem Kapitel Fasten seines Buches: “Was der heilige Prophet und nach ihm seine vier Kalifen stetig durchführten, wird Sunna genannt. Wenn man Sunna vernachlässigt, so ist es unerwünscht. Nicht stark erforderliche Verpflichtung zu vernachlässigen ist jedoch nicht unerwünscht.)

Abd al-Ghâni Nablûsi, Friede sei mit ihm,[Nablûsî gest. 1143 [1731] in Damaskus.] schreibt in seinem Buch Hadîka: “Anbetungen, bei derer Vernachlässigung der Prophet keine Ermahnung zur unbedingten Ausführung aussprach, werden nicht stark erforderliche Verpflichtungen genannt. Die Anbetungen, die von dem heiligen Propheten stetig verrichtet wurden, werden als stark erforderliche Verpflichtung bezeichnet. Alles, was von dem heiligen Propheten zur Gewohnheit gemacht wurde, wird nicht stark erforderliche oder empfohlene Pflicht genannt. Beispiele dafür: Eine gute oder harmlose Handlung mit rechter Hand oder von der rechten Seite anzufangen; wie z.B. beim Bauen eines Hauses, beim Essen und Trinken, beim Sitzen, bei der Fahrt, beim Schlaf, bei der Bekleidung. Es ist keine Abweichung von der Religion, einen Mehlsieb oder einen Löffel, welche gewohnheitsmäßige Neuerungen sind, zu benutzen. Es stellt sich heraus, dass es zulässig, ist an dem Tisch zu essen, Löffel und Gabel zu benutzen, sich auf ein hölzernes Bettgestell zu legen, in den Konferenzen und Schulen zum Unterrichten der Technik und der Ethik von Radio, Fernsehen und Tonbandgerät Gebrauch zu machen und Verkehrsmitteln aller Art, von den technischen Instrumente wie Brillen sowie Rechenmaschinen zu benutzen. Denn all das sind gewohnheitsmäßige Neuerung.

Alles was nachher erfunden wurde, wird religiöse Neuerung (Abweichung) genannt. Es ist verboten, eine gewohnheitsmäßige Neuerung zu benutzen, um eine Sünde zu begehen. Sie können ausführliche Information über den Gebrauch von Radyo, Tonband und Lautsprecher bezüglich den Gebet dem Gebetsruf, der Predigt und der Freitagspredigt in den Büchern Endless Bliss, Islamische Sitte erhalten. Es ist eine schwere Sünde, in Anbetungen auch winzige religiöse Abweichung hinzufügen. Glaubenskampf zu führen, d.h., dass die Regierung oder die Armee gegen die Feinde kämpft, ist auch Anbetung. Aber es ist keine Sünde, beim Krieg von technischen Mitteln aller Art Gebrauch zu machen, sondern es ist Verdienst. Denn es wurde sogar empfohlen, dass man im Krieg technische Mittel aller Art benutzt. Man sollte nur Angelegenheiten bei den Anbetungen einführen, welche dazu beitragen, religiöse Gebote, verrichten zu können. Aber es ist eine religiöse Abweichung, Neuerungen, die die Möglichkeit geben, verbotene Dinge zu tun zu gebrauchen: Es ist notwendig, zum Gebetsrufen auf das Minarett zu steigen. Denn es wurde geboten, es in der Höhe zu rezitieren. Dagegen ist es eine religiöse Abweichung, den Gebetsruf durch Lautsprecher zu rezitieren. Andererseits ist es nicht geboten, den Gebetsruf durch Instrumente zu rezitieren. Es sollte am besten durch menschliche Stimme rezitiert werden. Es ist verboten, musikalische Instrumente wie eine Glocke, Horn usw. mit dem Zweck, Gebetszeiten zu melden und ein Gebet zu sagen zu benutzen.

40) Er ließ seine Haare nicht länger als eine Handvoll hängen. Den übrigen Teil schnitt Er mit einer Schere ab. [Es ist eine erforderliche Vorschrift des heiligen Propheten den Bart eine Handvoll wachsen zu lassen. Wo es Brauch ist, den Bart wachsen zu lassen, da ist es notwendig, es zu tun. Es ist auch erforderlich, dass man von dem Bart, der länger als eine Handvoll gewachsen ist, einen Teil abzuschneiden. Es ist aber religiöse Abweichung, dass man seinen Bart kurzer als eine Handvoll wachsen lässt. Es ist deshalb nötig, seinen Bart genügend kurz wachsen zu lassen. Es ist unerwünscht, den Bart ganz zu rasieren, jedoch wird es wegen der Notwendigkeit zulässig.]

41) Er schminkte jede Nacht seine Augenlider dreimal.

42) Er hatte immer einen Spiegel, einen Kamm, sein Schminkgefäß, Miswak, (Zahnbürste aus dem Zahnbürstenbaum), eine Schere, Nadeln und Faden zu Hause. Auf Reisen nahm Er all, daß mit.

43) Er bevorzugte es immer, bei jeder Angelegenheit mit der rechten Hand und von der rechten Seite zu beginnen. Die rituelle Reinigung nach dem Stuhlgang began Er mit der linken Hand.

44) So weit es Ihm möglich war, führte Er jede Tätigkeit, in ungerader Anzahl aus.

45) Nach dem Sagen des Nachtsgebets schlief Er bis in die Mitternacht, danach betete Er bis zur Zeit des Morgengebets. Zum schlafen legte Er sich auf die rechte Seite, Seine rechte Hand legte Er unter Seine Wange, und rezitierte einige Koranverse.

46) Er pflegte gute Vorbedeutungen zu machen, d.h., Er erblickte drin, was Er auf den ersten Blick sah, ein gutes Vorzeichen. Er hielt nichts für ein böses Omen.

47) Wenn es Ihm trübe wurde, dachte Er seinen Bart haltend nach.

48) Wenn Er betrübt war, ging Er sofort um, das rituelle Gebet zu verrichten. Die Freude, die Er beim Gebet empfand, beseitigte seine Kummer.

49) Er schenkte kein Gehör dem, der bei Ihm Schlechtes über jemand anders redete.

50) Wenn Er beim Spaziergang auf eine Seite oder nach hinten schauen sollte, drehte Er sich mit seinem Körper ganz um. Er drehte nicht nur seinen Kopf.

BEMERKUNG: Die islamischen Gelehrten Segen ALLAHs des Erhabenen sei mit ihnen, sammeln die obigen Handlungen, die von dem heiligen Propheten durchgeführt worden sind, in drei Gruppen:

Die Ersten sind die, welche von allen Moslems getan werden sollen. Diese werden “Sunna” (erforderlich) genannt.

Die Zweiten sind die, die unserem Propheten eigen sind. Dass sie von anderen durchgeführt werden, ist es nicht zulässig. Diese werden Sonderangelegenheit (Hassais) genannt. Die Dritten sind die, welche Sitten und Bräuche betreffen. Bei der Verrichtung der dritten Sunnats sollte man auch die Sitten und Bräuche seines Landes beachten. Wenn das Verhalten eines Moslems nicht nach den Sitten und Bräuchen entsprechen, so kommt es zur Unruhe. Jedoch ist es Sünde, Unruhe zu stiften.


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