Wenn wir die heiligen Bücher, die historischen Belege und die Werke, die bis heute aufrechterhalten blieben, durchsehen, stellt es sich heraus, dass der erste Glaube an ALLAH, den Erhabenen, mit dem Propheten Adam, Friede sei mit ihm, erschien. Obwohl nach dem Auftreten der Menschen auf der Welt, während der Zeit zwischen St. Adam und St. Abraham mehrere Propheten, Friede sei mit ihnen, geschickt wurden, hatte keiner von ihnen ein großes heiliges Buch gebracht. ALLAH, der Erhabene sandte ihnen die sogenannten “Suhuf” (Büchlein) herab. Zehn von hundert Suhuf wurden St. Abraham, Friede sei mit ihm, gesandt. Nach den Historikern wurde St. Abraham, Friede sei mit ihm, 2122 Jahre vor Christi Geburt in einer Provinz zwischen Euphrat und Tigris geboren und nach den Berichten der heiligen Bücher starb er in der Provinzstadt “Halîlürrahman” in der Nähe von Jerusalem im Alter von 175 Jahren. Nach dem Buch “La Bible a dit vrai” (Das heilige Buch sagt die Wahrheit), welches der Schriftsteller Marston veröffentlicht hatte, fand man in den letzten Zeiten in dieser Stätte sehr viele Waren, die St. Abraham gehörten und es stellte sich somit heraus, dass er in der obenerwähnten Zeit gelebt hatte. Sein Stiefvater heißt “Aser”. Der Name seines eigenen Vaters, der in seiner Kindheit starb, ist “Tarah”. Aser war ein Künstler, der Götzen herstellte.
Schon als kleines Kind verstand St. Abraham, wie nutzlos die Götzen sind und zerschlug die Götzen, die von seinem Stiefvater hergestellt wurden und begann mit dem Herrscher seines Landes, nähmlich mit Nimrod, dem König von Babylon, über religiöse Themen zu diskutieren. Nimrod war ein sehr grausamer und unbarmherziger Herrscher. Nach einem Bericht war Nimrod nicht sein wahrer Name, sondern ein Titel wie Pharo. In seiner Kindheit drang eine kleine Schlange in seine Nase ein, deshalb wurde er so häßlich, dass sein Vater nicht ertragen konnte, in sein Gesicht zu sehen und zum Entschluß kam, ihn zu töten. Aber weil die Mutter des Kindes den Vater anflehte, gab er ihn einem Hirten, aber weil auch der Hirt sein häßliches Gesicht nicht länger ertragen konnte, ließ er ihn im Wald zurück. Ein weiblicher Tiger namens Nimrod rettete ihn vor dem Tod, indem er sich aus ihrer Brust ernährte. Der Name “Nimrod” stammt von diesem Tiger. Nimrod, der nach dem Tod seines Vaters die Herrschaft übernahm, hielt sich für Gott und verlangte von seinem Volk, ihn anzubeten. Der Prophet Abraham, Friede sei mit ihm, forderte diesen grausamen Ungläubigen, der unfreundlich und mürrisch war, zur rechten Religion auf. Er bemühte sich dazu, sein Volk von dem Anbeten der Götzenbilder und von Nimrod abzubringen. Aber trotzdem glaubten sie ihm nicht. Dieses Chaldäer genannte Volk, kam jedes Jahr zusammen und feierte ein Fest und ging danach in den Götzentempel, prosternierte die Götzenbilder und kehrte dann nach Hause zurück. An einem solchen Feiertag trat der Prophet Abraham, Friede sei mit ihm, in den Götzentempel und zerstörte alle Götzen, hängte die Axt um den Hals des Hauptgötzen und ging davon. Als die Chaldäer in den Tempel herein kamen, sahen sie alle Idole zerstört und beschlossen, den Täter zu fangen und zu bestrafen. Sie führten den Propheten Abraham dorthin und fragten ihn, ob er diese Tat ausgeübt hat. Abraham, Friede sei mit ihm, antwortete:
“Diese Tat soll das Hauptidol mit einer Axt ausgeführt haben, weil es die Verehrung an die kleinen Idole nicht ertragen konnte. Fragt es bitte selbst, wenn ihr kein Vertrauen zu mir habt! Sein Volk redete wie folgt: “Die Idole sind doch nicht fähig zu sprechen dennoch sagst du, dass wir sie fragen sollten.” Daraufhin sagte der Prophet Abraham, Friede sei mit ihm: “Warum verehrt ihr also die Idole, die nicht fähig sind zu sprechen und sich selbst zu schützen? Jammersschade um euch und die Idole, die ihr anbetet!” und somit bemühte er sich darum, sein Volk vom Polytheismus abzubringen, aber es gelang ihm nicht. Diese Tatsache wird im 52. und den nächsten Versen der Sure Enbiyâ (Propheten) erwähnt. Sie benachrichtigten den Pharao Nimrod. Nimrod wollte ihn sehen. Als Abraham, Friede sei mit ihm, zu ihm ging, warf er sich nicht vor ihm zu Boden. Daraufhin fragte er Abraham, warum er ihn nicht verehrte. Der Prophet Abraham sprach: “Ich verehre keinen außer ALLAH, dem Erhabenen, der mich erschuf.” Nimrod war nicht imstande, die von Abraham hervorgebrachten Argumente zu widerlegen und verweigerte sie. Abraham, Friede sei mit ihm, erklärte: ALLAH, der Erhabene, ist einzig, ewig, allmächtig und dagegen sei Nimrod ein unfähiger, wirkloser Mensch und ein Geschöpf. Nimrod wurde sehr wütend auf ihn und fasste den Beschluss, St. Abraham lebendig ins Feuer einzuwerfen.
Von dieser Tat wird im heiligen Koran sinngemäß berichtet (Sure Bakara, Vers 258): [O mein Geliebter!] Sahest du nicht auf den [Nimrod], der mit Abraham wegen seines Schöpfers stritt, dass ALLAH ihm das Königreich gegeben? Da sprach Abraham: “Mein Schöpfer ist der, welcher lebendig macht und tötet.” Er sprach: “Ich bin’s, der lebendig macht und tötet.” Sprach Abraham: “Siehe, ALLAH bringt die Sonne vom Osten, so bring du sie vom Westen.” Da ward der Ungläubige verwirrt, denn ALLAH leitet nicht die Ungerechten. Das Ereignis, dass der Prophet Abraham ins Feuer geworfen wurde, wird in den Suren Saffat und Enbiya des heiligen Korans behandelt. Der 97. heilige Vers der Sure Saffat [Die sich Reihenden] besagt sinngemäß: Sie [Götzendiener] sprachen: ‘Bauet ihm einen Bau und werfert ihn in den Feuerpfuhl.’ Aber als St. Abraham, von einem für diese Untat gebauten Gebäude ins Feuer geworfen wurde, verwandelte sich das Feuer in einen Blumengarten. Nach einem Bericht wurde das Feuer zum Teich, das voll mit Fischen war. Die Fische entstanden aus den Brennholzstücken. Dazu die 68. und 69. heiligen Ferse der Sure Enbiya [Die Propheten] dem Sinn nach: Sie sprachen: “Verbrennt ihn und helft euern Göttern, so ihr handeln wollt.” WIR sprachen: O Feuer, sei kalt und ein Frieden auf Abraham! Und sie planten eine List wider Abraham, und WIR machten sie zu Verlorenen. Im heiligen Koran wird nicht vom Namen ‘Nimrod’ berichtet. Aber diesen Namen gibt es in der Thora oder im Alten Testament der Bibel. Heute gibt es in der Stadt Urfa in der Türkei ein Teich, in der Größe von 50×30 Meter namens “Ayn-ı Zalıka” oder “Halîlül ‘rahman” Es wird behauptet, dass St. Abraham dort ins Feuer geworfen wurde und die Fische aus den Brennholzstücken entstanden seien. Deshalb angelt niemand diese Fische.
Der heilige Prophet Abraham heiratete zweimal. Seine erste Frau Sara bekam kein Kind, obwohl sie siebzig Jahre alt wurde. Als Zweites heiratete Abraham, Friede sei mit ihm, mit einer Dienerin namens “Hadscher”, die ihm der Pharao in Ägypten schenkte. Nach dieser Heirat kam ein Kind namens Ismael auf die Welt. Seine erste Frau Sâra wurde sehr traurig darüber und flehte ALLAH, dem Erhabenen, an, damit Er ihr auch ein Kind gibt. ALLAH, der Erhabene, schenkte ihr auch ein Kind. Dieses Kind wurde Ishak genannt. Ismael, Friede sei mit ihm, war der Vorfahr der Araber in Hedschas (in Arabien) und Isaak, Friede sei mit ihm, war der Vorfahr der Hebräer. Das heißt, die Araber und Hebräer (Juden) sind Brüder, die von einem Vater, aber von verschiedenen Müttern stammen. Deshalb ist Abraham mit den Arabern verwandt und einer der Vorfahren von Muhammed, Friede sei mit Ihm.
Der heilige Prophet Abraham, Friede sei mit ihm, wurde im Alter von 90 mit der Prophetenschaft verpflichtet. Seine Religion verkündete den einzigen Schöpfer, ALLAH, den Erhabenen. Im 60. heiligen Vers der Sure Âl-i Imran [Das Haus Imran] heisst es sinngemäß: “Abraham war weder Jude noch Christ; vielmehr war er lauteren Glaubens, ein Muslim.”
Der Prophet, der die Fundamente des Judentums legte, ist St. Moses. Er ist ungefähr 1705 Jahre vor Christi Geburt in der Stadt Memphis in Ägypten geboren. Es ist nicht eindeutig, welcher Pharao in seiner Zeit in Ägypten herrschte, weil es verschiedene Berichte über das Datum seiner Geburt gibt. Als ein Pharao im Traum sah, dass ein Kind im gleichen Jahr geboren wird, das ihn töten wird, befahl er, alle Kinder, die in diesem Jahr zur Welt kammen, zu töten. Deswegen legte seine Mutter St. Moses in einen Kasten und ließ ihn auf den Fluß Nil in vollen Vertrauen zu ALLAH, dem Erhabenen nieder. Dieser Kasten wurde von der Frau des Pharaos gefunden. Der Pharao sah das Kind, aber er konnte ihm nicht schaden, da er, während der Kasten auf dem Wasser erschien, den folgenden Vorschlag seiner Frau akzeptierte: “Wenn in diesem Kasten eine Ware ist, gehört sie dir, wenn aber es ein Lebewesen ist, gehört es mir.”
Der Name “Moses” heißt “der aus dem Wasser Gerettete.” Die Christen nennen ihn ‘Moses’ oder ‘Mois’. Die Mutter von St. Moses brachte es fertig, als Amme ins Schloß von dem Pharao zu dringen und zog ihr Kind dort auf. Als St. Moses vierzig Jahre alt wurde, erfuhr er wo seine Verwandten lebten und ging zu ihnen. Er traf Aaron, Friede sei mit ihm, der drei Jahre älter als er war. Moses, Friede sei mit ihm, rebellierte gegen die Ungerechtigkeiten, die man gegen die Hebräer verübte und schützte die Hebräer. Eines Tages tötete er unwillig einen Ägypter, der einen Hebräer schlecht behandelte. Dabei wollte er nur, die ungerechte Behandlung des Ägypters verhindern. Deswegen mußte er aus Ägypten auswandern. Er kam in die Stadt Medien. Dort diente er zehn Jahre dem Propheten Jethro, Friede sei mit ihm. Er heiratete seine Tochter Tsippore. Nach zehn Jahren kehrte er nach Ägypten zurück. Bei der Rückkehr kam er an dem Berg Sinai vorbei. Dort hörte er die Worte des Erhabenen. Somit wurde er mit dem Prophetentum beauftragt und ihm wurde geoffenbart: ALLAH, der Erhabene, ist einzig, der Pharao ist kein Gott und vieles anderes. Dann kam er zum Pharao in Ägypten, Er rief ihn auf, an den einzigen Gott zu glauben, die himmlische Religion anzunehmen und forderte, dass das hebräisches Volk (die Kinder Israel) freigelassen wurde. Der Pharao verweigerte das und sagte:
“Moses ist ein großer Zauberer. Er hat die Absicht, unser Land durch Betrug einzunehmen.” Er beriet sich mit seinen Helfern (Führern). Auch sie schlugen vor, dass er alle seine Zauberer zusammenrufen sollte, damit sie den Propheten Moses, Friede sei mit ihm, besiegen könnten. Die Zauberer kamen und legten die Seile, die sie in ihren Händen trugen, vor das Volk. Jedes Seil wurde zu einer Schlange die auf St. Moses zukam. Aber als St. Moses den Stock in seiner Hand hinwarf, wurde dieser eine große Schlange und verschluckte alle anderen. Daraufhin waren die Zauberer verblüfft und glaubten alle an ihn mit diesen Worten: “Dieser Mann sagt die Wahrheit.” Dieser Vorfall wird in den 111.-123. Versen der Sure A’râf im heiligen Koran erwähnt. Pharao war darüber in Wut geraten und sagte: “Er ist euer Meister. Eure Füße und Hände werde ich abschneiden und euch an die Äste der Datteln hängen.” Daraufhin antworteten sie: “Wir haben an Moses geglaubt. Wir suchen nur Zuflucht bei seinem Herrn. Wir bitten nur Ihn um Vergebung und Mitleid”. Der Pharao erlaubte nicht, dass die Kinder von Israel Ägypten verlassen. Denn wenn sie Ägypten verlassen hätten, hätten Er und sein Volk ihre Diener, Sklaven und deren Dienste verloren. Das Trinkwasser der Ungläubigen wurde zum Blut. Es hagelte Kröten. Hautkrankheiten traten auf und drei Tage wurden zur Nacht. Pharao fürchtete sich sehr, während er diese Wundertaten erlebte.
Er erlaubte ihnen, Ägypten zu verlassen und schon als sie auf dem Weg nach Jerusalem waren, bereute der Pharao, dass er es ihnen erlaubte. Er zog mit einem großen Heer ihnen nach, um sie zu fangen und zu töten. Als die Hebräer an das rote Meer kamen, öffnete sich das rote Meer und ließ sie durch. Als aber die Verfolger, der Pharao und sein Heer, mitten im roten Meer waren, vereinigte sich das Meer wieder so, dass diese ertranken. Bei dieser großen Auswanderung flehte Moses, Friede sei mit ihm, auf dem “Berg Sinai” ALLAH, dem Erhabenen, vielmals an, damit ALLAH, der Erhabene, ihm Seine eigene Person zeigt. Sein Gebet fand von dem Erhabenen keine Zustimmung. Aber Er sprach mit ihm auf dem Berg Sinâî. Moses, Friede sei mit ihm, blieb auf dem Berg Sinâî vierzig Tage und Nächte und fastete. ALLAH, der Erhabene, sandte ihm mit Gabriel, Friede sei mit ihm, die Thora auf Täfelchen geschrieben und außerdem zehn Gebote, die auch auf Täfelchen gesandt wurden, damit sich seine Anhänger nach diesen richten. Diese Ewâmir-i Aschere (zehn Gebote), welche seither in jüdischen Büchern und ab 6. Vers des 5. Kapitels im Buch Genesis der Thora und am Anfang des 20. Kapitels im Buch Exodus geschrieben stehen, sind unten angegeben:
1. Ich bin der Herr; der dich aus der Knechtschaft in Ägypten befreit hatte.
2. Du darfst keinen anderen Gott als Ich bekennen. Du darfst kein Götzenbild machen für das, was sich auf und unter der Erde und im Himmel befindet. Auf keinen Fall darfst du die Idole anbeten.
3. Du wirst ALLAH den Erhabenen nicht vergeblich erwähnen.
4. Du wirst sechs Tage arbeiten, und dich einen Tag erholen. Du wirst ständig des Samstags gedenken und für heilig halten.
5. Du darfst niemand seine Ware stehlen.
6. Du darfst niemand töten.
7. Du darfst niemals Ehebruch begehen.
8. Du sollst vor deinen Eltern Respekt haben und ihnen gehorsam sein.
9. Du sollst gegen andere kein falsches Zeugnis ablegen.
10. Du sollst nicht auf Frauen, Häuser, Acker, Diener, Mägde, Ochsen, Esel und änlichem Gut deines Nachbarn versessen sein.
Als der heilige Prophet Moses, Friede sei mit ihm, vom Berg Sinai zurückkehrte, sah er in Entsetzen, dass das Volk, das er seinem Bruder, Aaron, Friede sei mit ihm, übergeben hatte, vom rechten Weg abgewichen war und die goldene Statue eines Kalbes, die von ihnen selbst gemacht worden war, anbetete.
Der heilige Prophet Moses, Friede sei mit ihm, hatte ein stattliches Aussehen, war von einer erhabenen, kräftigen Statur und hatte einen tief beeindruckenden Blick. Er machte auf diejenigen, die ihn sahen, einen tieten Eindruck. Er ärgerte den Pharao, schon als er ein Jahr alt war, indem er einige Haare von seinem Bart, die mit Perlen geschmückt waren, ausriß. Der Pharao prüfte ihn auf die Bitte von Âsiye, seiner Frau, bevor er ihn zu töten versuchte. Zu diesem Zweck legte er vor ihn ein Tablett, auf dem Gold und daneben Feuer war. Während St. Moses seine Hand zum Gold hinreichte, leitete Gabriel, Friede sei mit ihm, seine Hand zu dem Feuer und somit führte er das Feuer in den Mund und es brannte ihm die Spitze seiner Zunge, woraufhin er schnell das Feuer wegwarf. Daher sprach er anfangs fehlerhaft. Wenn er dem Volk eine Ansprache halten wollte, übergab er diese Aufgabe seinem Bruder, Aaron, Friede sei mit ihm, der gut reden konnte. Als ihm jedoch das Prophetentum zuteil wurde, wurde ihm dieser Fehler beseitigt. Er bekam eine fliessendere Rede als Aaron, Friede sei mit ihm. Während er auf dem Sinaigebirge war, waren die Predigten von Aaron, Friede sei mit ihm, nicht genug dafür, sein Volk auf dem rechten Wege zu halten. Daraufhin ging Moses, Friede sei mit ihm, zum Berg Sinai und flehte ALLAH, dem Erhabenen an, damit Er seiner Gemeinschaft vergebe. Auch sein Volk versprach, nicht mehr zu sündigen. Moses, Friede sei mit ihm, zog mit seinem Volk in die Wüste, um das Gelobte Land zu finden, das von ALLAH, dem Erhabenen, versprochen worden war. Sie blieben vierzig Jahrelang in der Wüste ‘Tih’, aber konnten das Land nicht finden. In der Wüste ‘Tih’ ernährte ALLAH, der Erhabene, sie mit Manna und mit Wachtelfleisch, Selva genannt. St. Moses konnte bis zum Nebo genannten Gipfel der Stadt Äriha” von wo das Gelobte Land zu sehen war, heran kommen und starb dort nach einem Bericht im Alter von 120, sein Bruder, Aaron, Friede sei mit ihm, starb 3 Jahre davor. Ins Gelobte Land und in die Stadt “Äriha” konnte erst der Prophet Josua, Friede sei mit ihm, eintreten.
Ahmed Dschewded Pascha, der große islamische Historiker und Jurist, Friede sei mit ihm,[Dschewded Pascha ist aus Lofdscha und starb 1312 [n.Chr. 1894] in Istanbul] stellt in seinem Buch “Kısas-ı Enbija” dar:
“Der Sohn des heiligen Propheten Abraham war St. Isaak. Dessen Sohn war St. Jakob. Sein Hauptname war “Israel”. Das Volk, das von ihm stammt, wird “Kinder Israel” genannt. Josef, Friede sei mit ihm, der einer der zwölf Söhne St. Jakobs war, war auch ein Prophet. Nach der Zeit von St. Josef folgten die Kinder Israel den Gesetzen der Religion von St. Jakob und St. Josef, Friede sei mit ihm, und lebten in Ägypten. Das Volk, das “Kıbt” genannt wird und Ägypten bewohnte, betete die Sterne und die Götzen, mit anderen Wort die Statuen an. Sie hielten die “Kinder Israel” für natürliche Sklaven. Die Kinder Israel aber wünschten immer, nach Kanan, das ihr Vaterland war, auszuwandern und somit von den Grausamkeiten der Pharaonen befreit zu werden. Aber die Pharoen erlaubten das nicht. Denn sie setzten sie an schwere Arbeiten und liessen sie immer neue Städte und Gebäude bauen. Moses, der Sohn von Imrân, wurde von seiner Mutter in einem Kasten auf den Fluß “Nil” gelassen. “Asia”, die Frau des Pharaos fand ihn und adoptierte ihn. Später als Moses, Friede sei mit ihm, versehentlich jemand vom Volk ‘Kıbt’ ermordete, wanderte er aus Ägypten aus und kam in die Stadt ‘Medien’. Dort lebte er zehn Jahre. Er kehrte mit der Tochter von Jethro, Friede sei mit ihm, nach Ägypten zurück. Auf dem Weg nach Ägypten kam er am Berg Sınai vorbei. Dort erhielt er die Ehre, mit ALLAH dem Erhabenen zu sprechen. Ihm wurden zehn Gebote (Awamir-i Aschara) gegeben und befohlen, Pharao zum Glauben einzuladen. Der Pharao nahm diese Forderung nicht an. Moses, Friede sei mit ihm, sammelte die Kinder Israel zusammen und verließ mit ihnen Ägypten. Sie gingen durch das Rote Meer und machten sich auf den Weg nach dem sogenannten “Ärîha”. Doch die Israeliten sagten: “Wir können weder dorthin gehen noch gegen das Volk “Amalika” kämpfen”. Er verfluchte sie. Er ließ seinen drei Jahre älteren Bruder, Aaron, Friede sei mit ihm, bei ihnen und ging selber zum Berg Sinaî. Er sprach mit ALLAH, dem Erhabenen. Ihm wurde das Buch “Thora” gegeben. Sein Volk bereute ihre Tat. Daraufhin brachte Er sein Volk an die südliche Seite des Toten Meeres und ließ sie auf die östliche Seite vom Fluß “Schari’a” (Jordan) in der Richtung der Stadt “Äriha” ansiedeln und ernannte Josua, Friede sei mit ihm, zu seinem Vertreter und starb.
Im Buch “Mir’at-ı Kâinât” (Spiegel des Weltalls) steht: “Moses, Friede sei mit ihm, ging dreimal zum Berg Sinai. Beim Ersten wurden ihm das Prophetentum gegeben. Beim Zweiten wurden ihm das heilige Buch “Thora” und “zehn Gebote” (Awamir-i Aschara) herabgesandt. Die Thora bestand aus vierzig Teilen. Jeder Teil enthielt tausend Suren (Kapitel). In jedem Kapitel gab es tausend Verse. Die Thora, die man heute in der Hand hat, enthält nicht so viele Verse. Diese Tatsache ist darauf zurückzuführen, so wie der heilige Koran mitteilt, dass die Thora und die Bibel im Laufe der Zeit abgeändert und verdorben wurden.
Die Thora, die St. Gabriel dem Propheten Moses brachte, lernten nur Moses, Aaron, Josua and Esra und Jesus auswendig, Friede sei mit ihnen, allen.”
Das Buch “Kamûs-al-A’lâm” sagt: “Als Nebukadnezar, der König des assyrischen Reiches bei der Eroberung der Stadt Jerusalem die heilige Moschee “Masdschid-ı Aksa” zerstörte, ließ er die Manusripte der Thora verbrennen und nahm siebzig tausend hebräische Gelehrte, unter ihnen Daniel und Uzair, Friede sei mit ihnen, allen gefangen und schickte sie nach Babylon. Die Tatsache, dass die Juden Uzair, Friede sei mit ihm, Esra nannten, steht im Wörterbuch “Münschid”. Jedoch ist der hebräischer Rabbiner und Geistlicher namens Azrâ der Verfasser des Büchleins “Azra” im alten Testament der heutigen Bibel und auch der anderer Büchlein, nicht mit dem Prophet Esra, Friede sei mit ihm, zu verwechseln. Die Juden vernachlässigten die Thora. Ihre Sitten und Moral wurden verdorben. Sie glaubten nicht an die Propheten, die ihnen zur Ermahnung gesandt wurden. Die meisten von diesen wurden von ihnen getötet. Bahman Kaihusraw, Schah von Persien besiegte die Assyrier und liess die jüdischen Gefangenen unter denen sich auch Daniel, Friede sei mit ihm, befand frei. Die Zahl der Leute, die in der Moschee Aksa beteten, nahm zu. Als Alexander der Große die Stadt Jerusalem eroberte, ernannte er einen Juden namens “Herodas” zum Gouverneur. Aber dieser verräterischer Jude tötete Johannes, Friede sei mit ihm. Herodas marterte das Volk lange Zeit grausam. Nach ihm nahmen die Römer Jerusalem in Besitz. Als die Juden rebellierten, zerstörte Adrian im Jahre 135 (n.Chr.) Jerusalem und massakrierte die Juden. Die Geretteten verbreiteten sich in alle Länder und wurden überall von den Christen tyrannisiert. Erst als der Islam erschien, erreichten sie Frieden und Ruhe. Die Stadt Jerusalem wurde von den byzantinischen Kaisern restauriert und bekam den Namen “Ilia” (Ilya). Die Stadt und Moschee-Aksa wurden von Abdal-Melik IV, einem der Kalifen der Umaiyyaden, wieder erbaut. Nachdem die Christen die Stadt während den Kreuzzügen zerstörte, restaurierte Saladdin sie aufs neue und die osmanischen Kalifen reparierten und verzierten sie”
Das zweite heilige Buch der Juden nach der Thora ist “Talmud.” Moses, Friede sei mit ihm, teilte Aaron, Josua und Elisa die heiligen Worte des Erhabenen, die er auf dem Berg Sinai gehört hatte, mit. Auch sie teilten sie den nachkommenden Propheten und schließlich dem heiligen Juda mit. Er brachte diese Worte im 2. Jahrhundert nach Christus in vierzig Jahren zu einem Buch zusammen. Dieses Buch wurde “Mischna” genannt. Im dritten Jahrhundert (n.Chr.) in Jerusalem und im sechsten Jahrhundert in Babylon wurde je eine Erläuterungschrift für das Buch ‘Mischna’ niedergeschrieben. Diese zwei Erläuterungschriften (Kommentarsbücher) wurden “Gamârâ” genannt. Eins von zwei Gamârâ und Mischna wurde in die Form eines Buches gesetzt und “Talmut” genannt. Das Buch, das aus dem Jerusalem-Gamârâ entstand, wurde “Talmud aus Jerusalem” genannt und das Buch, das aus dem Babylon-Gamara entstand, wurde “Talmud aus Babylon” genannt. Die Christen stehen diesen drei Büchern feindselig gegenüber. Sie glauben, Simon, der das Kreuz trug, mit dem, Jesus, Friede sei mit ihm, angeblich gekreuzigt wurde, und der mit der Kreuzigung von Jesus Christus auf engste verknüpft war, sei unter denen gewesen, die Mischna überlieferten. Manche von den der Menschheit schädlichen Bestimmungen, die im Talmud stehen, werden am Ende unseres Buches unter dem Titel “Sie waren nicht nicht imstande zu beantworten” behandelt. Dass Elisa, der oben erwähnte Prophet, der Sohn von Jethro ist, steht im Buch “Mir’at-ı Kâinât”.
Heute besteht das Buch, das die Christen als “die heilige Bibel” bezeichnen, aus zwei Teilen: “Altes Testament” und “Neues Testament”. Die Juden glauben nur an den Teil “Altes Testament” und nennen ihn “die heilige Bibel” und lassen sich den Ausdruck “Altes Testament” nicht gefallen. Sie nennen diesen Teil “Tanah”. Sie trennen Tanah in drei Gruppen. Der erste Teil wird “Thora” genannt. Das sogenannte Buch Thora besteht aus fünf Teilen:
1. Genesis
2. Exodus
3. Levitikus
4. Numeri
5. Deuteronomium
Diese fünf Bücher werden Pentateuch genannt.
In dem zweiten Vers der Sure Îsrâ im heiligen Koran wird sinngemäß verkündet: “Wir haben Moses ein Buch gegeben.” Aber im Buch Thora von heute stehen viele später hinzugefügte Schriften.[1]
Die Tatsache, dass ALLAH, der Erhabene, den letzten Propheten namens Muhammed, Friede sei mit Ihm, senden wird, steht auch im originalen Buch “Thora”. Was ALLAH, der Erhabene, ihm sagte, als St. Moses zum zweiten Mal zum Berg Sinai ging, um für sein abgeirrtes Volk Fürbitte einzulegen, steht in den 155-157. heilen Versen der Sure El-A’raf [Der Wall] sinngemäß: Moses: “O mein Schöpfer! Hättest DU es gewollt, DU hättest sie zuvor vertilgt und mich. Willst DU uns verderben ob dem, was die Toren von uns taten? Dies ist nur eine Versuchung von DIR. Irreführen willst DU mit ihr, wen DU willst, und recht leiten, wen DU willst. DU bist unser Beschützer, drum verzeihe uns und erbarme DICH unser. Und DU bist der Beste der Verzeihenden. Und verzeichne uns Gutes in dieser Welt und im Jenseits. Siehe, zu DIR sind wir zurückgekehrt.” ALLAH, der Erhabene, erwiderte: “MEINE Strafe, ICH treffe mit ihr, wen ICH will, und MEINE Barmherzigkeit umfasst alle Dinge. Wahrlich, verzeichnen will ICH sie [im Jenseits] für jene, die gottesfürchtig sind und die Armenspende zahlen, und für die, welche an UNSERE Zeichen glauben: Die da folgen dem Gesandten, dem ungelehrten [weder das Lesen noch das Schreiben gelernt] Propheten, von dem sie [seine Eigenschaften] geschrieben finden bei sich in der Thora und dem Evangelium. Gebieten wird er ihnen, was Rechtens ist, und verbieten das Ungerechte, und wird ihnen gewähren die guten [Speisen] und verwehren die schlechten; und abnehmen wird er ihnen die Last und die Joche, die auf ihnen waren. Und jene, die an ihn glauben und ihn stärken und ihm helfen und dem Glaubenslicht [dem heiligen Koran] folgen, das mit ihm hinabgesandt ward, ihnen wird’s [sie werden ewige Glückseligkeit erlangen] wohlergehen.”
Es ist sicher, dass die Juden an den letzten Propheten glaubten und von seinem Aufkommen träumten, es steht in einigen Interpretationen, die Juden hätten bei den Kriegen auf folgende Weise gebetet und dabei den Sieg errungen: “O unser Schöpfer! Hilf uns dem nächsten Propheten zuliebe, dessen Aufkommen Du uns versprachst.”
Nach St. Moses trugen St. David und St. Salomo unter den Propheten, Friede sei mit ihnen, die dem hebräischen Volk gesandt wurden, zur Verbreitung der rechten Religion sehr bei. So lassen sich die Grundsätze des Judentums zusammenfassen:
Glaube: Es gibt nur einen einzigen Gott. Er existiert von selbst. Er ist kein Geborener und keiner, der gebärt. Er ist allsehend und allhörend. Vergeben und Bestrafen ist nur in seiner Kraft.
Moral: Die Grundsätze der Moral bestehen aus zehn heiligen Geboten. Jeder sollte diesen zehn Geboten wörtlich folgen. Der Leib und die Seele des Menschen sind Verschieden. Die Seele stirbt nicht bis zum Jüngsten Tag. Es ist notwendig, an das jenseitige Leben zu glauben.
Religionsfundamente: Die Völker, die nicht Juden sind hält man für Polytheisten. Man soll sich von denen fernhalten. Man soll möglicherweise die Beziehungen mit ihnen abbrechen. Man soll unbedingt, sei es mit Blut oder nicht, opfern. (Die Juden brachten Tiere aller Art, sogar Tauben, aber meistens Schafe, Ziegen und Rinder als Opfer. Mit der Zeit hielt man auch runde Gepäcke ohne Salz und Fladenbrote, die ungesäuert gebacken wurden, fürs Opfer. Diese zu spenden wird auch als Opfer ohne Blut betrachtet. Man beachtet das Prinzip “Zahn um Zahn”. Böses vergilt man mit Bösem. Die Knaben werden von Rabbinern beschnitten. Es ist notwendig, die Tiere abzuschlachten, deren Fleisch gegessen werden darf. Das Fleisch der Tiere, die durch ein anderes Verfahren geschlachtet wurden, darf man nicht essen. [Sogar heute befindet sich in den Schlächtereien der Juden in Europa und der USA ein Stempel, der “Koscher” genannt wird. Das deutet auf Beaufsichtigung und Genehmigung von Rabbiner hin. Die Juden dürfen nur dieses auf die oben genannte Weise geschlachtete und fertig gemachte Fleisch essen. Auch die Moslems dürfen nur das Fleisch essen, das im Namen ALLAHs, des Erhabenen, geschlachtet wurde, aber niemals Schweinefleisch.] Die judischen Frauen sollen nach der Ehe ihren Kopf bedecken. In Europa und der USA folgen sie dieser Anordnung dadurch, dass sie sich Perücken aufsetzen. Schweinefleisch ist auch den Juden verboten.
Die Anbetungsweise der Juden ist mit verschiedenen Zeremonien verknüpft. Der heilige Tag ist Samstag. An diesem Tag ist es veboten zu arbeiten und Feuer zu gebrauchen. Die Juden sehen diesen Tag als Feiertag an. Dieser Feiertag wird Sabbat genannt. Außerdem haben die Juden Feiertage wie Passah (wöchentlich), Schawwot, Rosch-ha-Schanah, Kipur, Suggot, Purim, Chanuka und noch viele andere. Passah ist ein Symbol für ihre Befreiung aus Ägypten. Schawwot heißt Rosenfeiertag, der als Andenken an Offenbarung der Thora und der zehn Gebote gefeiert wird. Kipur bedeutet großer Fastentag, der ein Gedenken daran ist, dass die Juden bereuten und daher vergeben wurden. Auch Suggot ist ein Feiertag, der im Andenken des in die Wüste getrieben Lebens gefeiert wird.
Die Rabbiner sind nicht zuständig, wie die christlichen Geistliche Sünden zu vergeben. Nur leiten sie die religiösen Zeremonien. Alle Juden sind gleich vor ALLAHs Audienz und einer ist nicht den anderen gegenüber überlegen.
Die religiösen Zeremonien und die Ausführungsweise der Zeremonie der Rabbiner wurden von den anderen Propheten, Friede sei mit ihm, nach St. Moses erweitert und verändert und es wurden neue Prinzipien hinzugefügt. Nach St. David wurde als Zeremonie (Anbetung) hinzugefügt, das heilige Buch Psalm bei Zeremonien mit musikalischen Instrumenten zu rezitieren.
David, Friede sei mit ihm, kam ungefähr tausend Jahre vor Christi Geburt auf die Welt. [Die europäischen Historiker stellten die Ära der Herrschaft von St. David als 1015-975 vor Christi Geburt fest, was sich jedoch nicht auf Dokumente stützt.]
St. David, der ein Hirte war, hatte eine sehr schöne und sehr attraktive Stimme. Nach einer Weile trat er durch seine kräftige Stimme vor Tâlut dem Herrscher und wurde sein Musikant zum Zitherspiel. Obwohl es anfangs unter ihnen freundschaftliche Beziehungen gab und Tâlut ihn zum Vertrauten ernannte, fürchtete Tâlut sich später und entfernte St. David von sich (von der Pflicht des Vertrauten), da St. David mit der Zeit großen Ruf bekam und im Alter von dreißig in einem Kampf, Goliath mit einem Schleuderstein tötete und somit vom Volk bewundert wurde. Aber als Talut starb, trat St. David auf Wunsch des Volkes an seine Stelle und zum erstenmal wurde Jerusalem die Hauptstadt der Israeliten. David, Friede sei mit ihm, herrschte vierzig Jahre. Ihm wurde ein heiliges Buch namens “Psalm” gesandt. Dies steht im 163. Vers der Sure Nisâ. 420 (die Weiber) und im 55. Vers der Sura Isrâ (Die Nachtreise) im heiligen Koran. Daraus ergibt sich, dass David, Friede sei mit ihm, ALLAH, dem Erhabenen, angefleht und Ihn um Vergebung gebeten hatte. Dass im Psalm, der sich in der Bibel von heute befindet, neben diesen Tatsachen, auch die von anderen hinzugefügten Worte stehen, bildet den Beweis dazu, dass seine inhaltliche Form, die von ALLAH, dem Erhabenen, herabgesandt wurde, verdorben wurde.
ALLAH, der Erhabene, gab David, Friede sei mit ihm, große Gnade. Die 10. und. 11. heiligen Verse der Sure Sebe (Saba) im heiligen Koran lauten sinngemäß: “Und wahrlich Wir gaben David Gnaden (wie Prophetenschaft, Offenbarung, Sultanat, attraktive Stimme und Begabung, kaltes Eisen mit der Hand zu bearbeiten) von Uns. ‘O ihr Berge, lobpreiset mit ihm, und ihr Vögel.’ Und wir erweichten für ihn das Eisen.”! Die 17.-19. heiligen Verse der Sure “Sâd” (Die Wahrheit) lauten dem Sinn nach: “[O Muhammed!] Ertrag was sie [Ungläubige] sprechen und gedenke UNSERS Dieners David, des Herrn der Macht. Siehe, er war bussfertig. Siehe, wir zwangen die Berge, mit ihm den Preis anzustimmen am Abend und Morgen. Und die Vögel, die versammelten, von denen ein jeder zu, ihm sich kehrte.” Und der 25. Vers der gleichen Sure lautet dem Sinn nach: “Siehe, ihm ist bei uns wahrlich eine Nähe und eine schöne Einkehr.” Die hässliche Geschichte in der Thora und der Bibel von heute, mit dem Titel ‘Das Abenteuer zwischen St. David und die Frau seines Offiziers’ namens “Bathseba” ist nicht wahr. [St. Ali teilte mit, dass er diejenigen, die diese falsche und unmoralische Geschichte erzählen, hundertsechzig Mal auspeitschen würde. Im Kommentarsbuch “Mewâkib” steht für die Interpretation des 26. Verses der Sure Sâd (die Wahrheit) folgendes: “Uria schickte einem Mädchen namens Teschâmu’ einen Heiratsantrag. Obwohl sie diesen Ehe Vorschlag annahm, war die Familie des Mädchens damit nicht einverstanden und sagte über ihn Böses. Während dessen hielt St. David um Teschâmu an. Als Uria beim Krieg ums Leben kam, heiratete dieses Mädchen St. David. ALLAH, der Erhabene, war damit nicht zufrieden, dass er um das Fräulein anhielt, das sich versprochen hatte. Als David, Friede sei mit ihm, sein Fehler einleuchtete, war er bussfertig und ihm wurde daraufhin vergeben.”]
Darüber gibt es im heiligen Koran keine klare Information. Ganz im Gegenteil wird berichtet, dass David, Friede sei mit ihm, sich vor ALLAH, dem Erhabenen, sehr fürchtete und ihm Wissen und Vermögen, deshalb gegeben wurde, um das Richtige vom Falschen zu trennen. Im 24. Vers der Sure Sâd steht, dass er sich vor ALLAH dem Erhabenen niedergeworfen hatte, damit er beim Schafprozeß kein Unrecht begang, ALLAH, den Erhabenen, um Vergebung bat und darum vielmals betete. Alle islamischen Gelehrten sind darin einig, dass das Uria-Abenteuer der Thora und der Bibel später hinzugefügt wurde. Solche erfundene Geschichten des Judentums wurden von den Juden unter den unwissenden Moslems verbreitet, doch teilten die Gelehrten des Islam mit, dass diese Geschichten abergläubisch sind.
Der heilige Prophet Salomo,[Der heilige Prophet Salomo: Die Zeit seiner Herrschaft liegt ungefähr zwischen 965-926 (v.Chr.)] Sohn von St. David wurde an die Stelle seines Vaters zum Propheten und zum Herrscher der Israeliten. Er sprach mit den Geistern (Dschinnen), wilden Tieren, und Vögeln. Die Zeit von St. Salomo war die glänzende Zeit des israelitischen Volkes. Bis St. Salomo kannten die Herrscher der Juden keinen Palast. Das Haus von Tâlut der oben erwähnt wurde, war ein primitives Dorfhaus. St. Salomo baute zum ersten Mal die Stadt Jerusalem und einen Palast. Er ließ in dieser Stadt Gebäude, Paläste, Gärten, Teiche, Stätten, Opferplätze und Orte zur Ausführung des Gottesdienstes bauen. Schliesslich ließ er in Jerusalem das größte Gotteshaus bauen, die “Moschee Aksa” (Bait-ı Muqaddas=heiliges Haus) genannt wird. Er ließ diese Gebäude den Architekten aus Phönizien bauen. Auch Geister (Dschinnen) trugen beim Aufbau bei. Bei dem Aufbau dieser Moschee verwendete man sehr wertvolle Materialien. Wenn man sie aus der Ferne anblickte, glänzten sie wie ein Goldstück und bezauberte die Besichtiger. Sein Aufbau dauerte sieben Jahre. Es ist aber bedauernswert, dass Nebukadnezar II einer der assyrischen Herrscher diese schöne Moschee abbrennen ließ, als er Jerusalem eroberte. Obwohl Kayhusraw sie reparierte, liessen die Römer sie später wieder abbrennen. Im Buch “Kamâs-ul â’lâm” steht folgendes darüber: “Nach dieser Zerstörung von Jerusalem gingen der Aufbau und die kulturelle Entwicklungen zu Ende, die von den Juden durchgeführt wurden. Nachher reparierten die byzantinischen Kaiser die Moschee Aksa und nannten die Stadt Jerusalem “Ilia”. Der heilige Prophet Muhammed, Friede sei mit Ihm, verrichtete sein Gebet in der Nacht der Himmelsfahrt in der Moschee Aksa. Im 16. Jahre nach der Hedschra wurde Jerusalem von den Moslems von St. Omar, Friede sei mit ihm, erobert. In der Zeit von Abd al-Malik wurde die Moschee von heute wieder aufgebaut.” Die übriggebliebenen Hauptwände werden von den Juden Klagemauer genannt und Sie beten davor.
In der Zeit von Salomo, Friede sei mit ihm, war Jerusalem die schönste und wohlhabendste Stadt der Welt. Erzählt werden viele Geschichten über die Paläste, die von Salomo aufgebaut wurden, über die Zimmer in denen wertvolle Waren und Schmuckstücke bewahrt wurden. Mann kann sagen, dass auf der Welt kein Herrscher ein prächtigeres und Märchen ähnliches Leben führte. wie Salomo, Friede sei mit ihm, Er hatte zahlreiche Frauen und Sklavinnen. Weil Salomo den Handel für wichtig hielt, vermehrte sich sein Reichtum mit der Zeit, seinen Palast schmückte er mit neuen und wertvollen Waren und züchtete Pferde verschiedener Arten, Vögel und andere Tiere. In seinem Palast wurden täglich dreißig Rinder, hundert Schafe und dutzende von Hirsche und Gazellen geschlachtet. St. Salomo stand immer auf der Seite des Friedens. St. Salomo bewahrte immer den Frieden und bemühte sich darum, sich mit den Nachbarländern gut zuvertragen, und mit ihnen in guten Verhältnissen zu leben. Er heiratete die Tochter des Pharaos von Ägypten, seines Nachbarn, außerdem forderte Belkısch, die Königin von Saba (Jemen) zum Eintritt in die rechte Religion auf und nach dem Bericht der islamischen Historiker heiratete er sie. Die Tatsache, dass Belkısch von Salomo, Friede sei mit ihm, eingeladen wurde, wird in den 29-32 Versen der Sura “Naml” (die Ameise) im heiligen Koran erwähnt.
Auch Salomo, Friede sei mit ihm, war ein sehr gerechter Herrscher wie alle anderen Propheten, Friede sei mit Ihnen allen. “Die Gerechtigkeit von Salomo” hielt man so wie die Gerechtigkeit St. Omars, Friede sei mit ihm, auf aller Welt für ein Vorbild. St. Salomo übte auch anderen Glauben gegenüber Nachsicht, ließ auch Tempel der anderen Religionen bauen, obwohl die fanatischen Juden gegen ihn protestierten. Somit erwarb die besondere Achtung und Liebe und wurde ein Vorbild für die ganze Welt. Er machte die religiösen Gesetze von David, Friede sei mit ihm, seinem Vater, weiter geltend.
Im heiligen Koran wird auch von Salomo, Friede sei mit ihm, berichtet. Der 12. heilige Vers der Sure Saba lautet es sinngemäß: “Und Salomo (unterwarfen WIR) den Wind; sein Morgen war ein Monat und sein Abend ein Monat, [der Wind legte am Morgen und am Abend den Weg eines Monats zurück.] und WIR liessen eine Quelle von geschmolzenem Messing für ihn fliessen. Und von den Dschinnen arbeiteten einige vor ihm mit der Erlaubnis seines Schöpfers, und wer von ihnen von UNSERM Befehl abwich, dem gaben WIR von der Strafe der Flamme zu schmecken.”
Die 30.-39. heiligen Verse der Sure Sâd [Die Wahrheit] besagen dem Sinn nach: “Und WIR gaben David Salomo, einen trefflichen Diener; siehe, er war bussfertig. Da zur Abendzeit die stampfenden Rosse vorgeführt wurden, sprach er: ‘Siehe, geliebt habe ich das Gute (der Welt) ob dem Gedächtnis meines Schöpfers, bis sie (die Sonne) sich hinter dem Schleier verbarg. ‘Bringt sie zurück zu mir.’ Und begann die Schenkel und Hälse zu zerhauen [und verteilte sie den Armen]. Und wahrlich, WIR versuchten Salomo und setzten auf seinen Thron eine Gestald Alsdann tat er Busse. Er sprach: ‘Mein Schöpfer, vergib mir und gib mir ein Reich, das keinem nach mir geziemt; siehe, DU bist der Geber.’ Und so machten WIR ihm den Wind dienstbar, sanft zu eilen nach seinem Geheiss, wohin er wollte, und Satane, alle die Erbauer und Taucher, und andre, gebunden in Fesseln: ‘Dies (so sprachen WIR) ist UNSRE Gabe; drum sei gütig oder versage ohne Berechnung.’ Und siehe, ihm ist bei UNS wahrlich eine Nähne und eine schöne Einkehr.”
Nach den Veröffentlichungen der Juden und der Christen sind die ersten drei Teile der Bibel von Heute (Altes Testament) dem heiligen Buch von Salomo, Friede sei mit ihm, entnommen. Diese drei Teile sind die sogenannten Bücher “Anekdoten von Salomo, Predigten und Hohelied Davids” im Alten Testament. Es wird in Thora erwähnt, dass Salomo, Friede sei mit ihm, der Wind, die Vögel und andere Tiere zur Verfügung standen, dass diese sogleich seine Befehle ausführten und dass Salomo ihre Sprachen konnte, sowie die für ihn bereitstehenden Geister, Gebäude, Hallen und Paläste sehr schnell aufbauen ließen.
Während der Zeit von Salomo, Friede sei mit ihm, wurden bürgerliche Rechte im Verlgeich zu der Zeit von David, Friede sei mit ihm, erweitert. Nach den neuen Bestimmungen hatte der Vater über seine Kinder unbegrenzte Rechte. Ein Kind, ob groß oder klein, war dazu verpflichtet, seinem Vater zur Verfügüng zu stehen. Der größte Bruder hatte doppelten Anteil am Erbe. Über die Verlobung oder Ehe beschlossen erst die Familienvorstände und die Jugendlichen mußten den Kanditaten hinnehmen, der für sie ausgewählt wurde. Der geschiedenen Frau zahlte man eine Mitgift, die “Mechr” genannt wurde. Eine Frau ohne Kind oder die Frau, deren Mann starb, hatte den Bruder ihres Mannes zu heiraten. Und das Kind, das durch diese Ehe zur Welt kam, hielt man dann für das Kind ihres ersten Ehemannes und er bekam sein Erbe. Es war erlaubt, mehrere Frauen zu heiraten.
Nach dem Tod von Salomo, Friede sei mit ihm, trennten sich die Israeliten in zwölf Stämme und kämpften miteinander. Diese Trennung trat noch in der Zeit von Salomo, Friede sei mit ihm, auf, aber St. Salomo sorgte mit Hilfe ALLAH des Erhabenen dafür, alle Stämme vereinigt zu verwalten. An die Stelle von St. Salomo trat Rehabeam, sein Sohn. Nur zwei der zwölf Stämme waren ihm gehorsam. Der israelitische Staat löste sich in zwei Teile auf. Einer davon hieß “Israel”. Dieser Staat bestand aus zehn Stämmen. Die übrig gebliebenen zwei Stämme bildeten den Staat “Yahuda” (Judas). Diese zwei lebten in Jerusalem. Sie trieben ihre Frechheit sehr weit und setzten sich der Strafe von ALLAH, dem Erhabenen aus. Lange Zeit lebten sie unter der Verwaltung von Assyrien. Nabukadnezar, der Herrscher zu dieser Zeit, zerstörte 587 v.Chr. Jerusalem. Er vertrieb die Juden mit Zwang nach Babylon. Erst als der Perserkönig Kyrus die Assyrier besiegte, erhielten sie die Genehmigung, wieder nach Jerusalem zurückzukehren. Nach ihrer Rückkehr restaurierten die Juden Jerusalem teilweise. Zuerst lebten sie in der Führung der Perser, nachher in der der Mazedonier. Im Jahre 64 v.Chr. traten die Römer in die Stadt Jerusalem und rotteten die Stadt völlig aus. Die Römer zerstörten die Stadt 70 Jahre nach Christus nochmals. Titus, der römische Kaiser, setzte Jerusalem in Brand.
Während die Juden unter der Vorherrschaft der Römer lebten, kam Jesus, Friede sei mit ihm, zur Welt. Bei diesen großen Unglück wurden die wahren Exemplare der Thora vernichtet. Unter dem Titel Thora wurden verschiedene Bücher verfasst. Mit der Zeit wurden dem heiligen Buch Thora der Juden viele unbekannte Texte und Aberglauben beigelegt. Deshalb schickte ALLAH, der Erhabene, St. Jesus als Prophet, um die Juden und die anderen Völker zum rechten Weg zu bekehren. Die Juden wollten Jesus, Friede sei mit ihm, nicht als Prophet anerkennen. Denn wie es in der Thora mitgeteilt wird, wußten sie vom Aufkommen eines Propheten und warteten auf ihn. Jedoch glaubten sie, dass dieser Prophet sehr kräftig und tapfer sei und sie von der Vorherrschaft der Römer befreite. Sie waren mit Jesus, Friede sei mit ihm, nicht zufrieden und hielten ihn für einen falschen Propheten, verleumdeten St. Maria, seine Mutter. Auf der Welt leben heute 15 Millionen Menschen, die als Juden bekannt sind. Keiner von diesen folgt dem wahren Buch “Thora.” Nach dem nationalen Jahrbuch “Britannica of the Year” steht es in Frage, ob sie alle einer gemeinsamen Religion angehören. Denn die Juden haben sich in verschiedene Sekten geteilt.
Verfasst von islamischebucher